Auf ein Glas Champagner mit Marie-Anne

Auf ein Glas Champagner mit Marie-Anne

Frauen in der Gastronomie

Transkript

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu Auf ein Glas Champagner mit Marianne.

00:00:09: Frauen in der Gastronomie, im Gespräch mit spannenden Frauen von Gastronomie.

00:00:18: Herzlich Willkommen zu meiner aktuellsten Folge auf Ein Glas Champagne mit Mariann.

00:00:23: – Frauen in die Gastronomy!

00:00:25: Es freut mich sehr heute Riccada Farnbacher bei mir begrüßen zu dürfen.

00:00:31: Riccada ist zu Hause in der Event- und Cateringindustrie hier in Berlin.

00:00:37: Und es eigentlich die Fachfrau und Ansprechpartnerin, wenn ihr ein tolles Event plant!

00:00:42: Wir gehen auch gleich nochmal ins Detail wie sie das genau anbietet und was sie anbitet.

00:00:47: Ich habe schon ganz viele tolle Sachen über sie gehört und würde euch natürlich gerne ein bisschen in ihre Welt einführen.

00:00:53: Lieber Riccata hat sich bekommen.

00:00:55: Hallo Danke für die Einladung.

00:00:57: Freut mich sehr, dass du Zeit gefunden hast.

00:00:59: Heute haben wir ein wunderschönes Wetter.

00:01:01: Es hat sich noch zu sechsundzwanzig Grad entwickelt.

00:01:04: Wir sitzen hier wieder im Wohnzimmer.

00:01:07: die Sonne scheint endlich falls ihr nachher wieder das Tabern hört von Shirley.

00:01:12: Die ist auch mit dabei heute aber die ist jetzt kurz schlafen gegangen und wir haben einen wundeschönen Glas Champagner vor unseren Augen.

00:01:21: und zwar habe ich heute ausgesucht vom Champagnerhaus Ligra un Haar An den Grand-Cruis, der heißt Choudili und das ist ein extra Brüt.

00:01:31: Also sehr trocken.

00:01:35: Da sind zwei Gramm Zucker drin also wirklich sehr trock'n Und dieser blannte.

00:01:40: Blanchampagne heißt Evidance und ich habe ihn ausgesucht tatsächlich nicht nur weil er fantastisch schmeckt sondern weil er Evidence heißt im französischen Klarheit.

00:01:51: so ist es und deswegen Dachte ich, das passt so ein bisschen zu dieser Jahreszeit.

00:01:58: Dass man einfach sich in einem Podcast auch schön unterhalten kann und ganz schön und klar sein Leben darstellen kann.

00:02:05: Ich habe so an dich gedacht als ich den gesehen habe und dann dachte ich ... Das könnte der richtige Champagner für unser Gespräch sein!

00:02:11: Herzlich willkommen und wir stoßen mal an.

00:02:13: Machen wir noch mal richtig?

00:02:15: Also ich muss sagen du hast genau das auf dem Tisch gestellt was ich an Champagner im Restaurant bestellen würde.

00:02:22: Wirklich?!

00:02:23: Trocken, wenig Zucker blau de blau.

00:02:26: Ich hab nämlich noch überlegt als ich dein Podcast schon mal ein bisschen reingehört habe um mich vorzubereiten.

00:02:33: was würde ich denn sagen?

00:02:34: Was ich an Champagner mag?

00:02:36: also ich würd immer Blau de Blau sagen niemals Rosé.

00:02:39: Okay!

00:02:40: Also mein Spitz dann ist ja leider Champagner Marie.

00:02:43: Also ich bevorzuge Blonde Blondchampagne aber das ist bei mir auch so hat auch mal bei mir was mit meiner Lebensenergie zu tun oder, was mir da am besten passt.

00:02:52: Ich finde so'n blonde Blanc ist halt immer ... wenn der so trocken ist wie der auch ein guter Essensbegleiter.

00:02:58: deswegen wähle ich sowas oft zum Essen also zu einem Menü oder einfach jetzt werden sich einige Hände in den Kopf schlagen zum Steak

00:03:07: Du, ich find's Man kann einfach alles machen

00:03:10: Das stimmt heutzutage kann man das eigentlich ganz offiziell.

00:03:13: Also ich bleib ganz oft beim Champagner.

00:03:15: für mich ist es nicht nur operativ Es ist nur so, wenn es zu viele Gläser werden wird das manchmal etwas zu sprudelig oder zu sauer.

00:03:24: Aber an sich ... Ich könnte's schon auch über drei Gänge.

00:03:29: Ja!

00:03:29: Wenn ich mit Champagner anfange, bleibe ich meistens bei Champagner weil das einfach ... Ist das belehmend?

00:03:36: Das passt gut zum Essen und ich hab eigentlich am nächsten Tag die Kopfschmerzen und wir kommen gut aus Frisch aus dem Bett, also wenn man mal unter der Woche ... und glässt den Wein trinken vor, ist es bei mir eher dann doch wirklich ein Champagner.

00:03:50: Da sind wir tatsächlich... Wir konformen!

00:03:55: Also ich

00:03:55: würd's nicht anders machen?

00:03:57: Und ich bin auch jemand der nicht unbedingt eine Weinbegleitung wählt.

00:04:01: also mir ist das oft zu durcheinander von Gang zu Gang zu Switchen.

00:04:05: Also Pairing finde ich zwar gut, also dass man zu jedem Gang anderen Wein bekommt der auch wirklich matcht mit dem Gang.

00:04:13: das kann auch klappen aber ich bin dann oft einfach zu schnell übersättigt von zu vielen Geschmackern so dass ich oft sage Ich find's eine ganz tolle Idee Aber gib mir lieber Eigentränk oder ich nehme mal ein Wasser zwischendurch.

00:04:27: Ich hoffe, das ist okay.

00:04:28: Dass ich das sage!

00:04:30: Als

00:04:31: Privatstimme ich dir da komplett zu, weil ich merke einfach auch dass ich persönlich nicht mehr vertrage dieses abwechselnde verschiedene Weine.

00:04:41: aber ich sag jetzt mal in meinen zwanziger, dreißiger und auch noch in den vierzigern habe ich das eigentlich schon ganz viel gemacht.

00:04:47: hier selber im restaurant im hau bieten es ja auch an Und wir haben ja unseren Chefsommelier und auch unseren Junior-Sommelier den Miders, die mit Tim und mir zusammen ganz aktiv für jedes Gericht immer nach dem Perfekt Wein suchen.

00:05:03: Also das ist so kein Nebenbeiprodukt und irgendwie eine Proberflasche, die aufgemacht wird sondern dass bis ein Wein dann wirklich abgenickt wird, dass er dazu passt Das dauert manchmal ein paar Wochen sogar.

00:05:13: Es kann ein Glücksgriff sein, dass es gleich passt oder ihm auch nicht.

00:05:17: Bis das Gericht und der Wein auf die Karte kommen, kann sich das auch ein bisschen hinziehen.

00:05:22: Das ist natürlich aber auch spannend sowohl für euch als auch für die Gäste.

00:05:26: Ich glaube schon, dass dann sehr hoher Mehrwert dabei ist.

00:05:30: Nur ich habe natürlich auch schon viel getrunken!

00:05:32: Also wenn man Events macht und selber in der Gastronomie arbeitet, dann hat man einfach viel probiert.

00:05:38: Und ich glaub irgendwann entwickelt man sich vielleicht vom Gaumen auch wieder zurück, dass man sagt die Sache finde ich gut damit komme ich gut klar.

00:05:46: Ich bin einfach ein bisschen simpler geworden glaube ich jetzt nicht in der Qualität sondern in...ich mische nicht mehr soviel.

00:05:51: Die Erfahrung zeigt an mir auch was man dann irgendwann am liebsten mag In der Zeit.

00:05:56: das kann ja auch sein dass wir in drei Jahren hier zusammensetzen.

00:05:58: nur sagst du Marie ich trinke jetzt Bordeaux Weiß?

00:06:05: Möglich ist alles, aber so unterschiedlich sind die Zeiten und Geschmäcker.

00:06:09: Jetzt hast du erzählt, du hast schon so viel probiert ... Und jetzt fragen sich natürlich alle, okay, die Riccada was macht ihr denn?

00:06:16: Wer is sie denn?

00:06:18: Riccata erzähl doch ein bisschen was von dir!

00:06:22: Also ich stelle mich jetzt einfach vor.

00:06:23: Ich bin Riccadar Fadenbacher.

00:06:25: Ich wohne seit zwanzig Jahren in Berlin.

00:06:28: Man kennt mich als Event-Catererin.

00:06:31: Ich organisiere Events, ich vermagte Locations und bin bekannt, dass ich seit sehr langem in der Eventbranche unterwegs bin und das auch mit Leidenschaft mache und mit viel Freude.

00:06:43: Am meisten bin ich bekannt für Essen und Getränke, also für Catering.

00:06:47: Weil die Sparte aus meinem Unternehmen ist am meisten durch den Deckel gegangen über die Jahre.

00:06:53: Aber prinzipiell bin ich sehr interessiert an Locationsanräumen, an Events, an Konzepten und eben auch das Essen- und Getrenke sich da genau einpassen.

00:07:02: Und mit dem Konzept konnte ich mich ganz gut durchsetzen in Berlin und Plane und Setzveranstaltungen um.

00:07:11: Besonders auch im Konzept und kulinarisch.

00:07:14: Das Interessante finde ich, wenn man sich deinen Lebenslauf anschaut, dass du ja eigentlich aus einer ganz anderen Richtung ursprünglich kommst?

00:07:21: Du hast Politikwissenschaft studiert!

00:07:24: Ja genau... also ich komme aus Bayern so

00:07:28: Jetzt ist es raus.

00:07:30: Das kann man sich nur so finden, jetzt haben wir das große Geheimnis gegeben.

00:07:33: Ich bin gewürdigt aus Stanberg also vor Ort von München.

00:07:36: ich habe auch erfahren irgendwann im Urlaub dass ich nicht aus München komme sondern aus Starnberg.

00:07:41: das ist was anderes.

00:07:43: Also sage ich immer eher ich komme aus Bayern und aus der Gegend wo ich kommen hat jeder Abitur gemacht und danach hat man halt was ja Schönes als junge Frau die Möglichkeit gehabt dass Eltern gesagt haben studiert doch.

00:07:58: Und das war dann aber eher auch schon so, also wenn du was werden willst, dann studierst du erst mal.

00:08:04: Also in unserer Familie und auch in unserer Umgebung dass man eher mit Akademikern zusammen war und es nicht so war ja ich gehe jetzt in die Gastronomie oder ich mache eine Ausbildung zur Einzelhandelskaufrau oder so sondern also du studierest Jura oder Medizin?

00:08:21: Oder Du bist Anwältin?

00:08:23: Es war relativ klar vorgegeben Lebenswege, also so dachte ich.

00:08:29: Und dann hab' ich halt gedacht, naja gut okay was machst du?

00:08:32: Das Weltgeschehen interessiert dich ja und ich möchte wenn irgendwie irgendwo meine Meinung kundtun das kann ich am besten als Journalistin also studiere ich Politikwissenschaften.

00:08:42: So war mein Weg.

00:08:43: Also ich habe einmal geguckt wie kann man denn Journalisten werden?

00:08:47: und da muss man eigentlich erst mal Politikwissenschaften studieren und dann auf die Journalistenschule gehen.

00:08:52: So habe ich mir das vorgestellt.

00:08:55: Lange Rede, kurze Sinn.

00:08:56: Ich hab das gemacht und sehr gerne.

00:08:58: Aber ich habe nebenbei in meiner Gastronomie gearbeitet.

00:09:01: Und während der Schulzeit mit fünfzehn angefangen zu Kellnern.

00:09:07: Das war schon was, was mir Spaß gemacht hat.

00:09:09: Einfach sehr praktischer Mensch zu arbeiten ... auch mit Menschen zusammen im Team.

00:09:15: Es war mein Glaubenssatz.

00:09:17: Man muss was Akademisches machen, man muss immer kund tun, was man weiß.

00:09:22: Und ein Kellner kann das ja nicht.

00:09:24: So, und ich sehe es heute total anders.

00:09:26: Ich bin wahnsinnig praktisch, ich bin auch eher praktisch intelligent als dass ich jetzt die Weltenformel erzählen will.

00:09:33: Ich will auch nicht in die Politik, ich will eigentlich gar nicht mehr irgendwie ... lange schreiben und ihm erzählen, was so passiert.

00:09:42: Sondern ich finde das Events, das Gastronomie, das Restaurants, dass alle diese Orte wo sich Menschen treffen können eigentlich sehr wichtig sind für die Gesellschaft.

00:09:51: Dass es meinungsgebend ist und man da zum Austausch kommt und wenn man das gut und schön macht hat auch einen sehr hohen Mehrwert.

00:09:59: Und

00:09:59: wie kam dann der absolute Switch?

00:10:01: Hast du da in Berlin Besuch und gesagt, ja das ist es hier wirklich Leben oder gab's auch einen Schlüssel im Moment.

00:10:06: Oder ist es einfach so schleichtend gekommen?

00:10:09: Also ich wollte weg aus Bayern.

00:10:11: also ich wollte Weg aus München dass obwohl ich da auch vielen der Gastronomie unterwegs war Tolle Leute kennengelernt habe.

00:10:19: Ich war viel mit Geschäftsführern von Clubs befreundet, Türstehren, Runnern, Barkeeperinnen und Party Promotern.

00:10:27: Also ich war relativ früh schon immer in der Szene.

00:10:30: Mich hat das immer interessiert!

00:10:31: Ich war mit Köchen und Köchenden auch befreündet.

00:10:34: Ich hab eigentlich immer eher den Weg auch schon in München in die Gastronomie gesucht dort aber auch privat.

00:10:41: München an sich war nicht so meins und ich bin dann ja Gott sei Dank weich studiert habe erst mal nach Wien gegangen.

00:10:47: Ich fand mir auch wahnsinnig gut gefallen und hab dann noch mal so ganz die Kultur genossen.

00:10:51: Und habe da auch in Weingärten gearbeitet, hab relativ viel über Wein gelernt, dachte ich damals so.

00:10:57: Aber zumindestens über die Reben über den Weinanbau hat er im Hörigen einfach mit kleinen Winzern zu tun.

00:11:05: Dann hat einfach eine klassische Freundin gesagt, denen Berlin gelebt hat, komm mal nach Berlin, das wird dir richtig gut gefallen!

00:11:11: Und dann kam ich wirklich zu diesem Sommermärchen.

00:11:15: Und das war eine Stimmung, die kannte ich so in Deutschland oder wirklich um mich rum nicht.

00:11:22: Also es waren alle offen, alle lagen sich in den Armen von zwanzig bis sechzig, war jeder im Club oder in der Bar.

00:11:30: Es wurde ja gar keinen Unterschied gemacht.

00:11:32: Ich musste keine hohen Schuhe anziehen, ich musste mich nicht schminken.

00:11:35: Jeder hat gefragt wer bist du?

00:11:36: Da habe ich gesagt die Riccardo.

00:11:38: und dann haben sie gesagt Ja klasse!

00:11:39: Und da habe ich gemerkt, ja, ich bleibe hier.

00:11:41: Da bin ich natürlich auch relativ schnell in die Gastronomie reingerutscht aber dann tatsächlich sofort ins Management oder was ist es?

00:11:51: Location-Management.

00:11:52: Ich war dann in mehreren Locations Motivgeberinnen und Eventmanagerinnen und Location Geberinnen Und hab da einfach wahnsinnig viele Kontakte dann gesammelt, die mir später geholfen haben meine eigene Firma zu gründen.

00:12:09: Also ich habe für viele Kunden dann ... Die Vermietung eben übernommen, die Verträge mit denen geschlossen und die Events abgesprochen.

00:12:17: Das war auch so die Zeit wo sehr viele Events nach Berlin geschwappt sind, wo Berlin richtig hip war, wo auch Firmen wirklich international kamen was heute noch so ist.

00:12:27: aber das war glaub ich doch auch so ein Boom wo Firmen eben international kamen und gesagt haben, in Berlin musst du deine Veranstaltung machen.

00:12:36: Und ich hab dann von der Vermietung über die Planungen der Events in den Locations so alles übernommen.

00:12:43: Das schweißt dich natürlich auch mit den Kunden selber zusammen!

00:12:47: Und viele haben mich dann hinterher halt auch noch so angefragt, ob ich nicht ihr event auch oder ihr im Office umsetzen kann.

00:12:53: Also viele haben dann also den Firmensitz nach Berlin verlegt, auch wenn es nur eine kleine Abteilung war und da gab's natürlich immer eine Opening-Party.

00:13:01: und dann wurde ich halt gefragt, kannst du das machen?

00:13:05: immer freigeistig und hab mich auch nicht an eine Location oder ein Unternehmen oder Chef gebunden, sondern ich hab immer gesagt, ich bin frei.

00:13:13: Und ich kann auch frei arbeiten.

00:13:15: Das haben die meisten akzeptiert.

00:13:16: So habe ich dann auch Events relativ schnell schon selber umgesetzt.

00:13:21: Aber als One-Woman-Show ... Deshalb heißt meine Firma heute noch so wie ich heiße, weil es halt eher so war, dass sich gefragt wurde Oder dass jemand gefragt wurde, wer kann so Events in einem Büro?

00:13:35: Und dann haben viele gesagt ja, Riccarda Fadenwacher kann das.

00:13:38: Dann habe ich ihm Leute angerufen bist du Riccada Fadenwachra?

00:13:41: und dann hab ich gesagt, da bin ich und hier ist es, kannst du mir helfen?

00:13:45: Ich hab gesagt, ja, ich komm vorbei!

00:13:47: Das war auch die Entscheidung später mein Namen zu behalten weil von dieser Telefonnummer würde ich eine ganze Firma.

00:13:55: aber ich hatte damals dieses Gefühl wenn ich jetzt einen um ... Branding mache, also jetzt so meine Firma sagen wir mal ganz salopp gesagt irgendwie nennen.

00:14:08: Dann weiß ja keiner wer ich bin und das hat auch ganz gut funktioniert.

00:14:12: Das hat zwar auch ein paar Hürden wenn die Firma heißt wie man selber heißt weil es lange dauert bis Leute verstehen dass es nicht immer so ist dass du immer wirklich persönlich kommst.

00:14:24: aber es hat auch sehr viele Vorteile Bei.

00:14:26: im Netzwerk war es sehr einfach.

00:14:28: Die mussten nicht viel erklären, die haben meinen Namen gesagt ich bin das Telefon gegangen und ich hatte den Job Und da kann ich nochmal zurückkommen zu Berlin und meine Berlinenliebe.

00:14:37: Das war auch in Berlin so möglich damals Und ich meine, z.B.

00:14:40: München wär's nicht möglich gewesen neben Käfer und anderen etablierten Kateran- und Restaurants die dann auch Katern und Namen haben, dass jemand sagt ja ruf doch mal bei Riccardo Farnwacher an, die macht ihr jetzt bei deiner großen Büroeröffnung des Essen.

00:14:55: Da hat er gesagt wie ist denn die?

00:14:57: Und in Berlin ist es ja cool!

00:14:58: Danke!

00:14:59: Du hast gesagt naja, du bist so nach Berlin gekommen Das sind jetzt genau zwanzig Jahre, diesen Sommer zwanziger.

00:15:06: Aber wir sind ja schon wieder in der WM, ne?

00:15:07: Es hieß mal, wer Zwanzig-Jahre in Berlin ist, der ist Berliner.

00:15:11: Wirklich?!

00:15:12: Aber hat sich dieser ... als die Menschen auf dich zugekommen sind, hat sich das verändert?

00:15:16: Also es hat sich soweit verändert... also erstmal ist man ja mit allen auch älter geworden.

00:15:22: und ich merke dass um mich rum dann ich jetzt sage allen, also Partner sind zum Beispiel Locations die teilweise auch noch Clubs in ihren Locations haben als eine Sparte, die Kunst ausstellen.

00:15:36: Als andere Sparte die aber auch Corporate Events machen wo ich dann ins Spiel komme.

00:15:41: Die also so ein ganzes Portfolio abdecken.

00:15:44: Wo ich am Anfang ganz wichtig für die war, wo man irgendwann in den Studel der Professionalität gerät und es irgendwann eher darum geht okay wie verdiene ich am besten an meiner Fläche?

00:15:56: Das ist, glaube ich eine Bewegung oder ein Mechanismus auch das Älterwerdens.

00:16:01: Dass man irgendwann sagt naja also ich professionellisiere mich auch da muss sich vielleicht auch ein bisschen weniger machen.

00:16:08: Das jetzt nur ein Beispiel an der Location.

00:16:10: aber es ist Auch so geworden, dass auch Event-Agenturen einfach gucken müssen.

00:16:14: Weil jetzt auch wieder viel in Haus besetzt wird.

00:16:17: Das heißt das Firmen sagen wir haben eine ganze Event Abteilung also Zalando hat zum Beispiel als junges Startup die vielleicht auch so zwei tausend sechs angesiedelt sind oder ein bisschen früher oder später.

00:16:28: Das weiß ich nicht genau, aber hatten die natürlich auch ganz viele externe Event-Agenturen für all ihre Events.

00:16:35: und irgendwann haben sie gemerkt, naja wir sollen mir so viel Geld dafür ausgeben machen wie innenhaus.

00:16:38: das heißt dass die Event Agenturen einen großen Boom hatten und es jetzt auch langsam wieder zurückgeht.

00:16:43: also sagen die natürlich Auch Ich Nimm Erstmal Ein günstigeren Anbieter.

00:16:47: Die Rikala ist ja schön und nett Aber Ich habe das Letztens auch mit jemandem umgesetzt.

00:16:51: der hat das auch Ganz Gut gemacht.

00:16:53: und das ist klar.

00:16:53: bis So Das, was mit der Zeit passiert.

00:16:56: Dass man erstens am Anfang immer teurer miteinander

00:16:59: wird

00:17:00: und dann guckt aber jeder irgendwann nach sich und sagt ja Mist also wir werden immer teuer.

00:17:05: die Firmen sagen irgendwann das wird alles immer teure.

00:17:08: na gut wen kann ich jetzt ein bisschen ausbremsen?

00:17:11: Und wo hole ich mir vielleicht einen anderen Partner rein?

00:17:14: Und an dem Punkt bin ich jetzt gelandet.

00:17:16: Ich kann mich nicht beschweren, aber es ist eben auch nicht mehr so ein Selbstläufer das mich jeder Homie anruft wie damals bei Riccarda Farnbacher der Telefonnummer sondern mich fragen halt schon manche die ich auch gut kenne warum soll ich dich denn jetzt buchen?

00:17:27: Oh wow!

00:17:28: Also

00:17:28: so, beweisen wir doch nochmal wieder warum wir das jetzt mit dir machen sollen.

00:17:33: Oder es fangen Jüngere an, also das fünf Jahre mit jemandem zusammengearbeitet, der dich in und auswendig kannte.

00:17:39: Dann kommt ein Junior, der sagt ich kenne aber auch jemanden Cooles.

00:17:42: Der hat dann gar keine Lust, dass die altlasten ... Also ich sozusagen, die schon seit zehn Jahren da mit der Agentur zusammenarbeitet.

00:17:51: Da wieder gebucht wird weil er will sich ja oder sie will sich auch beweisen.

00:17:54: das heißt die würde mich auch nicht so ansprechen wie ich es vielleicht gerne hätte.

00:17:58: um das immer wieder irgendwie zu verkraften oder zu verstehen muss man schon großen Perspektivwechsel machen und sagen Das liegt jetzt nicht an mir gerade Und mach ich's ein bisschen anders oder machs auch so.

00:18:10: Ich hab da verschiedene Strategien angewendet, ich hab das teilweise auch so gemacht und hab gesagt okay dann hauen wir uns stechen!

00:18:16: Dann habe ich gemerkt, dass macht mir nicht viel Freude, ne?

00:18:20: Ich geh lieber noch mit Partnern die ich über Jahre hab ins Gespräch und sag es momentan schwierig.

00:18:27: So... Ich hab zum Beispiel Zulieferer für Personal Da sind die Kosten ja auch nach Corona explodiert einfach aus dem Grund der auch richtig ist war angespannt, ganz viele sind abgewandert die in der Branche waren weil sie einfach woanders verdienen mussten.

00:18:44: Weil wir ja allen nicht wirklich arbeiten durften.

00:18:47: entweder haben wir geschlossen oder man hat ganz wenig Leute gebraucht.

00:18:50: also war Arbeitsmarkt knapp.

00:18:51: das ist ja klar dass der Stundenlohn steigt los.

00:18:54: es war auch mal angebracht dass der stundenlohn mal steigt weil auch schlecht bezahlt wurde.

00:18:59: lange zeit gerade in berlin.

00:19:00: Das heißt, er war ein enormer Sprung nach oben.

00:19:03: Also hat man auch enorm seine Kosten angehoben?

00:19:06: Das ging auch lange gut, weil auch aufgestautes Geld nach Corona da war.

00:19:10: also Partys wurden nachgeholt.

00:19:12: keiner hat gefragt aber jetzt ist halt so langsam in der Zeit dass es das Krieg ist es Inflation.

00:19:17: die Firmen warten bis ins letzte Quartal ob sie noch Geld ausgeben.

00:19:21: dann kannst du total Glück haben und alles absahen und dann hast ein tolles Jahr aber es kann nicht zu laufen.

00:19:26: Das heißt um das ganze Jahr zu arbeiten sage ich dann meinem Zulieferer für Personal, du musst leider mit dem Stundenum untergehen oder ich muss einen Mischprinzip führen und noch eine günstigen Personalagentur zusammenarbeiten.

00:19:40: Und das mischen!

00:19:41: Das ist ehrlich.

00:19:42: also ich buche nicht einfach jemand anders sondern ich sag so sieht es aus dass meiste Feedback auf deine Position in meinem Angebot ist kannst du runter gehen und da habe ich eben gemerkt... ...das wird nicht immer gemacht.

00:19:54: Also es wird nicht mit mir das Gespräch gesucht Die Zeit wird sich nicht genommen.

00:19:59: Es wird sehr oft gedacht, na ja sie ist Herdienstleisterin also ich bin ihr nicht schuldig, ich gebe ihr E-Jobs.

00:20:05: Ich bin jemand der dann sagt Naja das Gespräch sollte man schon führen.

00:20:09: So und das ist was was ich in der Branche in Berlin sehe Was sich verändert?

00:20:14: Und das kritisiere ich auch.

00:20:16: es ist aber immer noch ein gutes miteinander.

00:20:18: Ich finde immer noch dass man in Berlin sehr gut auch mit Menschen reden kann.

00:20:24: Und wenn es darauf ankommt, dann sind die meisten auch redebereit und loyal und offen.

00:20:31: Nur eben wir werden alle älter!

00:20:33: Und da sage ich halt immer lass uns nicht immer egoistischer werden oder immer eingefahnder sondern lasst uns auch mal wagen nicht genau zu wissen ob das der Jahresabschluss genauso gut aussieht wie letztes Jahr.

00:20:48: Mein Steuerbüro hat mir letztens gesagt, wenn ein Plus auf dem Konto am Schluss ist, das ist gut.

00:20:53: Sehr resilient!

00:20:54: Aber es

00:20:55: stimmt doch irgendwo... Es sind ein bisschen die Zeiten muss man auch ganz ehrlich sagen.

00:20:58: also momentan finde ich man schon dankbar wenn ein plus auf den Konto ist weil eben so viel jetzt seit wie du auch beschrieben hast wir hatten Corona bis dahin war's ja sehr gut Wir haben ja unsere Liefer-Service Geschichte gehabt da sind wir auch gut durchgekommen haben auch viel Spaß gehabt.

00:21:16: Könnten das also wirklich innerhalb von zwei Wochen alles wieder so

00:21:19: hochfahren,

00:21:20: wie wir es einmal hatten?

00:21:21: Wir haben auch noch alles zum Verpacken da.

00:21:24: You never know!

00:21:26: Aber ich will auch gar nicht so viel Mosaun oder Meckern, aber es ist anstrengend und zwar nicht anstrendend weil dann war diese Zeit... Da sind alle danach dann Essen trinken hier und da.

00:21:35: Also hat sich so auch, sag jetzt mal ein bisschen die Spreu vom Weizen getrennt, ich habe ja auch einige Gäste die dann trotz alledem sehr zurückgehalten, geblieben sind und auch heute noch nicht zu oft essen gehen.

00:21:46: Weil sie vielleicht so ein bisschen traumatisiert sind ... Und diesen Kontakt nicht haben können.

00:21:52: oder es sind zu viel Menschen, zu viele Kontaktengste, die unterschwellig da sind aber auch ganz viele, die damals gesagt haben hey lasst uns die Wälderobern alles machen was geht!

00:22:02: Das ist ja irgendwann wieder abgeflacht.

00:22:03: das Leben nach dem Hoch kommt tief und danach geht's wieder nach oben.

00:22:08: Und jetzt haben wir aber sehr viele Dinge hintereinander, die immer wieder so ein bisschen auf die Psyche gehen.

00:22:16: Die Kriege, Inflationen, die dazukommen... Dann hast du die Arbeitslosigkeit, dann hast du so viele negative Berichte.

00:22:25: Du merkst wie die Leute, so ein bissel Mini-Menschen werden so n bisschen müde.

00:22:29: Dann haben wir ja jetzt in unserer Sparte als Restaurant was international aufgestellt ist und auch international prämiert.

00:22:37: dieses Jahr bis jetzt am ersten halb Jahr, glaube ich, dreißig Prozent weniger Flüge nach Berlin gekommen sind.

00:22:43: Und das macht sich natürlich in der ganzen Stadt bemerkbar.

00:22:46: Das kann man ja nicht wegzaubern.

00:22:47: Das ist einfach so!

00:22:49: D.h.,

00:22:49: wir haben dreißzig Prozent weniger Tourismus in der Stadt und das macht uns die Hotels bemerksam, es macht sich den Restaurants bemerker.

00:22:56: Man muss zu Corona kreativ sein, man muss nach Corona k creativ sein.

00:23:00: Nach Corona hält aber schon sehr lange an.

00:23:04: Hi, das ist unter.

00:23:05: die Preise steigen.

00:23:06: Die Einkaufspreise steigens, Personal-Preise steigt und der Mindestlohn steigt in einer Geschwindigkeit, die rasant ist.

00:23:14: Und natürlich wollen alle das umsetzen.

00:23:17: aber wenn halt dann weniger reinkommt als vor drei Jahren.

00:23:21: Aber dass prozentual so hoch steigt ... Wenn der Mindestslohnt steigt, steigt ja auch automatisch alles andere angehellt an.

00:23:28: Dann hast du... Auf einmal, alles stecksteigsteigte nach oben.

00:23:32: Dann denkst du so, oi!

00:23:33: Ja, du musst dir auch prozent so alle anheben.

00:23:36: Du kannst ja nicht

00:23:37: nur in Mindestlohn... Nee nee, das meine ich doch.

00:23:38: Alle Gehälter müssen ja da oben gezogen werden im Moment.

00:23:41: Die Politik

00:23:41: versteht es nicht.

00:23:42: Es geht ja nicht um den Mindest-Lohn.

00:23:44: Es gibt ja darum dass die Menschen denken ja auch, wieso kriegt denn jetzt der Twister auch?

00:23:50: Falsches Denken ist, aber warum kriegt jetzt der kleinste Mitarbeiter plötzlich so einen Sprung und ich nicht.

00:23:55: Also will ja jeder einen Sprungen.

00:23:57: Verständlich!

00:23:58: Das heißt du musst

00:23:58: alle Gehälter ein bisschen mit dem Mindestlohn

00:24:02: angemessen bezahlen.

00:24:03: Natürlich.

00:24:04: Und es soll ja fair bleiben also kannst du

00:24:05: auch reinkommen.

00:24:06: Du willst ja nicht so, dass man das zurückhalten möchte sondern... Ja deswegen kann ich deinen Steuerberater schon verstehen wenn er sagt Daumen hoch für ein Plus auf dem Konto.

00:24:17: Ja, ja, auf jeden Fall!

00:24:19: Also das versuche ich auch zu schätzen dass ich in Unternehmen bisher aufgebaut habe was immer im Plus ist und am Ende des Jahres einen positiven Abschluss hat.

00:24:29: Was ich gemerkt hab die Leute wollen schon noch sehr gerne etwas machen.

00:24:34: Es kommen aber nicht mehr so viele nach Berlin weil wie du sagst die Hotels sind sehr teuer geworden.

00:24:41: Die Messe ist ja teuer geworden, weil ich hänge auch sehr an den ganzen Messen.

00:24:47: Da kommen ganz viele Side-Events.

00:24:48: Das heißt auf der Messe was los und jede Firma die sich auf der Masse zeigt hat früher noch eine Veranstaltung parallel gemacht.

00:24:56: das hat man dann Side-event genannt.

00:24:58: Und zum Beispiel während der IFA war ich komplett ausgebucht.

00:25:01: also mein krasses Monat war eigentlich immer der September.

00:25:04: da konnte ich mir nichts erlauben.

00:25:05: Der September ist einer meiner schlechtesten Monate geworden.

00:25:09: So, das kann man sich nicht vorstellen.

00:25:10: Es ist okay aber es hat sich ein bisschen ausgeglichen weil zum Ende des Jahres jetzt eben wie ich gesagt habe im letzten Quartal verschiebt sich dann sozusagen noch der Mut dass man sagt wir müssen jetzt noch was ausgeben da machen wir halt noch einen Event oder hängen auch eine Konferenz dran.

00:25:24: Das machen sie jetzt auch alle so ganz gerne.

00:25:27: Dadurch haben sich meine Umsätze ins letzte Quartall so auf November verschoben und bis Mitte Dezember aber dann ist auch vorbei.

00:25:35: Aber die Veränderung ist halt schon sehr klar da, also wenn die Messe schon so teuer ist.

00:25:43: Der Preis der Messe für einen Messestand einer Firma jetzt so teurer ist wie damals Messe plus fettes Event und zwar relativ schnell.

00:25:53: Eine Kundin hat zu mir gemeint von einer sehr großen Firma wo Man denken könnte, Geld ist überhaupt kein Problem.

00:25:59: Sie hat jetzt alles studiert sogar die Hotels und alles weil Berliner hat sie innerhalb von zwei Jahren die Preise verdoppelt.

00:26:07: Und das hat sie nicht budgetiert?

00:26:08: Dann zahlt sie lieber die Stornos, weil ... Das funktioniert nicht!

00:26:13: Da hab ich eben auch gemerkt...

00:26:14: Hard nur wenn man sowas hört.

00:26:16: Ja,

00:26:16: da hab ich auch gemeldet Ich kann dem nicht gegenwirken.

00:26:18: Genauso kannst du eben nicht gegenwirken, dass da jetzt irgendwie dreißig Prozent internationale Gäste fehlen.

00:26:24: Also das ist so die Sache.

00:26:26: Da sind uns auch ein bisschen die Hände gebunden und Berlin verändert sich nur.

00:26:31: da bin ich eben auch der Meinung wo wir vorher auch stehen geblieben sind wird es für dich vielleicht härter.

00:26:36: ja da ist dann vielleicht auch Zusammenhalt angebracht und gegenseitige Unterstützung.

00:26:41: Und dass man irgendwie auch schaut, dass man andere versteht, das man mit Preisen redet.

00:26:46: Dass man als Lieferant vielleicht auch nicht jedes Mal so eine Preise erholt, sondern sagt okay komm'.

00:26:52: Also ich hatte einen Zulieferer, der halt relativ krass eine Preise erhöht.

00:26:55: Das war der Zulieferer für Geschirr.

00:26:58: Der für mich ein großer Posten ist, weil ich bin jemand, der alles anmietet.

00:27:02: Ich bin Event-Caterer, das heißt, ich möchte immer flexibel bleiben.

00:27:04: Also ich möchte ne Riesenbandbreite an Farben von Geschirrr haben also schaffe ich mir nichts an plus ich brauche auch eine kleinere Fläche, also ich brauch keine Spülstraße.

00:27:14: Ich brauch nicht einen extra Riesenraum wo meine ganze Spüllogistik läuft sondern das macht ein externer Zulieferer.

00:27:20: für mich, dass ist mein Zulieferer für Geschirr sage ich der hat relativ krass erhöht und dem haben wir dann irgendwann allen gesagt is ja schön und gut aber es ist mal genug!

00:27:30: Und dann haben die auch wirklich umgedacht und haben gesagt es gibt jetzt erstmal in den nächsten drei Jahre keine Erhöhungen und da könnt ihr euch darauf verlassen Weil die auch gemerkt haben, okay.

00:27:39: Also das ist dann irgendwie ... es geht nicht mehr die Spirale so.

00:27:43: Es ist egal, dass das passiert uns allen.

00:27:45: also müssen wir jetzt anfangen auch mal miteinander zu sprechen und sagen wenn wir immer teurer werden Dann bleiben uns halt eben auch die Leute weg.

00:27:52: Und das passiert ja Berlin.

00:27:54: Aber da bin ich wahrscheinlich auch sehr romantisch und kann das jetzt in meiner eigenen Struktur auch irgendwie immer anpassen.

00:27:59: Es kann auch nicht jeder, aber ich habe schon das Gefühl wenn man eben nicht miteinander spricht und wenn eine ganze Branche für sich alleine arbeitet dann geht es halt auch immer höher so.

00:28:11: und deshalb denke ich schon manchmal also ganz wichtig auch wirklich anstrengend für mich ist, ich versuche als Geschäftsführerin, mich aus vielen Bereichen rauszunehmen.

00:28:22: Aber aus den Bereichen ... wo ich auf die Branche mit einwirken kann durch Gespräche und Stammtische, durch Netzwerk treffen oder Leuten reden, kann man soweit noch was bewirken, dass man sagt, ich muss nicht so viel nehmen übrigens!

00:28:35: Und das sag' ich denn heute!

00:28:37: Ich versteck meine Preise nicht vor dir, wir können da transparent darüber reden.

00:28:41: also... Ich würd lieber mal darüber reden wie machen wir es wieder attraktiv?

00:28:46: wie das man irgendwie sagt, entweder ich bin jetzt günstiger als sie oder was dampft die?

00:28:50: Sondern dass man sich hat, man so hinsetzt.

00:28:52: So dass man sagt okay lass uns doch mal einheitlich hier durch die Stadt gehen und sagen okay dem muss man vielleicht mal gemeinsam sagen, dass er gerade ein bisschen durchdreht.

00:29:01: Und dem Zulieferer muss man auch mal sagen es ist ein bisschen zu viel und vielleicht können wir ja auch einlenken.

00:29:08: Ich habe auch Leute einfach angerufen und hab gesagt du was kann ich tun damit wir wieder zusammenarbeiten.

00:29:16: Beim Viele gesagt, einerseits, weil du gesagt hast, ich mach sehr große Sachen?

00:29:20: Ich hab ja immer gedacht, dass du gar nicht mehr kleinere Sachen machst.

00:29:24: Ist dir ja nur riesen Sachen von dir.

00:29:26: und andererseits haben viele gesagt, du, wir arbeiten auch jetzt echt ganz günstig und wir haben gar nicht so viel Essen und wir können uns gar nicht mal so teure Locations leisten.

00:29:35: Und dann habe ich gesagt Ja, aber vergiss nicht!

00:29:37: Du kannst mich trotzdem immer fragen.

00:29:39: Weil wenn ich keinen Job in der Woche hab ... Dann komme ich auch für hundert Leute und mach dir einen coolen Chlorivurststand.

00:29:45: Also da habe ich jetzt überhaupt kein Problem damit, nur weil ich auch mit zweitausend Leuten eine Ganztagskonferenz mache, komme ich wahnsinnig gerne!

00:29:53: Ich würde dir aber auch immer ehrlich sagen die Woche bin ich echt voll.

00:29:56: Ich hab wirklich sehr positive Resonanz darauf gekriegt Und sehr diverse Anfragen, wo ich gemerkt habe das macht auch wieder Spaß.

00:30:04: Von klein bis sehr groß dann auch ja?

00:30:07: Weil viele sagen bei Camp Hedy ist er offen und die kommt jetzt auf mich zu und hat sich nicht eingeiegelt in den paar großen Sachen, die sie hat sondern die denkt ja auch weiter.

00:30:16: Das weiß man ja auch nicht.

00:30:18: was nächstes Jahr kommt.

00:30:19: Ist ja eine Fralini-Schachtel ne?

00:30:21: Stimmt!

00:30:22: Wenn wir schon dabei sind, mich würde schon natürlich interessieren unsere Zuhörerinnen und Zuhöre... Was ist denn so dein Portfolio?

00:30:28: also was?

00:30:29: Wir haben uns das immer schon mal ein bisschen so angeklickt zwischendurch.

00:30:32: Was sind deine Highlight-Geschichten, die du machst?

00:30:36: Von klein bis groß?

00:30:38: was bietest du an?

00:30:40: Ich bin in privaten Lofts im Mittel und mache kleine Dinner für COOS-Entscheider und Fußballtrainer.

00:30:53: Das ist natürlich nicht das, was ich ständig mache aber das mach' ich!

00:30:57: Ich hab Partner-Location, das ist der Weekendclub.

00:31:00: Die haben eine große Dachtarasse, da ist der ganze Sommer voll mit Sommerfesten.

00:31:06: Da cater ich zwischen hundert und drehundert Personen ungefähr.

00:31:11: Da gibt's überwiegend Burger, Barbecue, Cheesecakes.

00:31:14: Mag ich aber wahnsinnig gerne, weil die Leute das lieben, auf der Terrasse zu stehen und Burger zu essen?

00:31:20: Weil für mich ist schon so ... die Leute sollen mein Essen essen!

00:31:24: Und wenn Sie gerne Burger essen, dann habe ich gar kein Problem damit auf Burger zu servieren.

00:31:29: Das mache ich sogar sehr gerne!

00:31:31: Dann habe ich Kunden die Konferenzen veranstalten und mich für drei Tage buchen Frühstück-Mittagabendessen zwischen zweihundertundtausendfünfhundert Leuten.

00:31:41: Ich hab Flying Dinner Live Cooking Stationen das ist so.

00:31:46: der Catering Bereich also die Bandbreite ist tatsächlich zwischen dreißig und zweitausend.

00:31:52: so Zwei Tausend ist nicht so oft, dreißig ist es nicht so.

00:31:56: Ich würde sagen die Range ist bei mir bei vierhundert Leuten und das finde ich auch eine coole Größe.

00:32:03: Das kriegst du gut gehandelt und da kennen wir uns sehr gut aus und das sind vielen Locations in Berlin möglich.

00:32:09: Dazu Planigevents.

00:32:11: also ich habe auch Direktkunden.

00:32:13: Also was ich gerade erzählt hab kommt oft über Agenturen oder direkt von den Locations mit denen ich zusammen arbeite.

00:32:20: Ich hab auch viele andere Partner-Locations, die mich profört buchen oder oft buchen.

00:32:25: Das heißt da nehm ich das was kommt meistens in Flying Biffy Konzept mit Live Stationen.

00:32:32: Ich habe aber eben auch direkt konnten, dem ich fürs komplette Event buchen.

00:32:36: also die sagen... Hab das und das Thema.

00:32:39: Ich möchte ein Konzept dafür, ich möchte eine Location dafür.

00:32:43: was für einen Essen willst du machen?

00:32:45: Das ist natürlich das coolste Konzept für mich weil ich mir die ganze Bandbreite mit einbauen kann!

00:32:50: Ich mag sehr gerne die Konzeption.

00:32:53: Ich mag auch sehr gerne Locationsscouting.

00:32:55: also ich bin wahnsinnig gerne in Räumen in Berlin.

00:32:59: Also es ist eigentlich so das, wenn ich aufgehe.

00:33:01: Ich sehe nicht immer erstes Essen weil man ja oft denkt die muss ja essen so lieben.

00:33:05: Ich liebe Essen aber ich liebe Essen im Raum.

00:33:08: also ich gehe in den Raum und dann weiß ich was sich da anbieten würde und was die Leute da vielleicht gerne hätten.

00:33:15: Das heißt eigentlich gucke ich immer erst nach der Location und das ist natürlich das schönste für mich wenn der Kunde sagt schlag mir eine location vor weil ich dann eigentlich die gesamte Freiheit hab.

00:33:26: Weil die meisten Kunden hören schon auf mich, was das Essenskonzept angeht.

00:33:31: Wenn ich in der Location war, kann ich relativ klar sagen weiß, was ist hier das?

00:33:35: Ich will das hier hinstellen und da hinstelle.

00:33:38: Ich würde diese Farben benutzen und so ausleuchten.

00:33:41: Der Act passt da super dazu also Musikakt oder Show-Act oder was auch immer Und die Leute folgen mir da.

00:33:50: Wenn eine Agentur mich bucht, ist es oft so, dass man wenig Infos hat und ich hinterher merke, das hat schon funktioniert.

00:33:56: Aber eigentlich wäre's cool gewesen, wenn sie mich von Anfang an mitgenommen haben ... Ja, das ist schwierig!

00:34:00: Das sehen wir ja auch.

00:34:01: Wir arbeiten ganz ... Also bei uns sind ja viele Kunden... Wir machen ja auch Veranstaltungen von, sag ich jetzt mal, unser normales Dinnerangebot,... aber wir haben auch unseren Private Dining Room, den du buchen kannst von zwei bis ... oder das ganze Restaurant exklusiv, sage ich jetzt mal, fünfzig bis hundertundachtzig.

00:34:24: Und dann haben wir ja auch Agenturen teilweise die auf uns zukommen.

00:34:27: und dann merkt man halt teilweise dass es ein bisschen schwieriger ist weil diese Agentur Mitarbeiter auch meistens nur Freelancer sind gerade eingestellt wurden, gerade neu ins Projekt eingebohnt.

00:34:41: Und da muss man erstmal seine eigene Location erst mal ein bisschen erklären was möglich ist und was nicht möglich ist.

00:34:47: das kann auf jeden Fall sehr interessant sein.

00:34:52: in dem Austausch formuliere ich jetzt mal so weil manchmal auch lustige Ideen dabei sind bei den Agenturen und sagt nein Nein!

00:35:02: Ja, kennst

00:35:03: du das Gefühl?

00:35:03: Die Agentur hat einfach schon ein Bild verkauft und da kommt sie jetzt nicht mehr vom Weg.

00:35:08: Aber hätte sie vielleicht erst mal den Profi gefragt, weil es ist dein Restaurant oder du kennst es auswendig?

00:35:13: Also vielleicht hätten Sie ja auch davor angerufen und gesagt ihr seid mit auf dem Pitch Deck.

00:35:17: Was würdest Du da

00:35:18: machen?!

00:35:18: Genau!

00:35:19: Und was könnt ihr denn?

00:35:20: Könnt Ihr das umsetzen?

00:35:21: oder wollt ihr das auch umsetzt?

00:35:22: Gibt ja auch gewisse Sachen wo ich sage Nö...

00:35:25: Will ich auch gar nicht.

00:35:26: Machen wir nicht,

00:35:28: das passt

00:35:29: nicht zu unserem Erscheinungsbild oder wie wir in der Öffentlichkeit sind und da sind wir nicht.

00:35:37: die Location für ... Aber da bin ich so in den letzten sechzehn Jahren auch wirklich straight geworden.

00:35:44: Wir haben ja einen Mitarbeiter, der kümmert sich nur um Veranstaltungen bei uns.

00:35:49: Manchmal sagt er, dass und das und das?

00:35:52: Nein!

00:35:53: Ja Dass es, glaub ich ... also viel Ja sagen ist gut.

00:35:56: Aber an manchen Punkten muss man auch Nein sagen, damit's gut wird.

00:36:01: Also das hab ich oft ... dass ich mich verbogen habe danach schlecht geführt hat.

00:36:06: Es hat schon gepasst!

00:36:08: Es hatte aber irgendwie so ein Beigeschmack und es hat nicht geweibt.

00:36:11: Und da denk ich mir, warum wolltest du's denn jetzt auf biegen umbrechen denen recht machen?

00:36:17: So eine faire Beratung und nein... wäre für alle besser gewesen.

00:36:22: Und

00:36:22: vor allen Dingen, Punkt ist ja auch einfach dass in dem Moment auf dein Urteilsvermögen oder deine Erfahrung wird ja da als kompetenter Mensch dir dasteht und dir sagt das es möglich ist nicht möglich wird ja in dem moment du wirst ja weggradiert und dann so nein!

00:36:39: Dann ist es halt so.

00:36:40: also da gab's schon ein paar Momente lustiger.

00:36:44: Also

00:36:44: wir haben auch schon Agenturen so gesagt Ja aber ich hab zum Kunden jetzt schon verkauft Das geht nicht anders.

00:36:50: Doch, das

00:36:51: gilt anders.

00:36:51: Und da hab ich oft so gesagt und ich weiß es wirkt jetzt so dass man sich irgendwo einmischen will.

00:36:57: aber ich habe dann ganz oft gesagt lass mich doch einfach mit dem Kunden reden weil es ist schon so dass die auch auf Experten hören.

00:37:06: ihr als Agentur dürft jetzt natürlich nicht sagen die die Geschmacksscherefe sind die den krassen Vorschlag gemacht haben die dafür auch Geld kriegen.

00:37:14: ihr könnt natürlich jetzt nichts sagen Da haben wir es aus dem Fenster gelehnt, ich glaube anders ist besser.

00:37:19: Ich kann das aber sagen!

00:37:21: Nimm mich doch mit ins Boot, connecte mich mit den Kunden, du musst mir doch nicht seinen Kontakt, seinen Nummer geben.

00:37:25: Ich wette mich jetzt nicht mit dem Anfroren, dann bucht mich das nächste mal direkt.

00:37:28: Das kann ich dir sogar unterschreiben, ich will einfach nur dass cool wird... Dann gibt es Leute die sagen Danke macht das mal und dann sagt sie krass Ja, oder die hat ja sofort ja gesagt.

00:37:39: Dann sag ich, weil ich bin ein ganz anderer Input und ich werde dann anders auch wahrgenommen.

00:37:43: Und dann haben sie auch Lust drauf.

00:37:44: Weil ich kann das auch gut verkaufen ist mein Produkt.

00:37:47: Aber es gab auch viele, die gesagt haben Nein auf gar keinen Fall!

00:37:51: Das waren dann auch oft welche mit denen hat man nicht mehr zusammen gearbeitet?

00:37:55: Oder was oft noch das Coolere ist dass man zusammen draus gelernt hat und dann kam der Anruf Du kannst dich mal gleich mit ins Konzept reinnehmen dass man eben dann im Feedback-Gespräch danach schon festgestellt hat, ja Mister haben wir dich jetzt irgendwie überrannt.

00:38:11: Das stimmt das es nicht so gut geklappt hat und es hat sogar der Kunde am Schluss gesagt oder die haben jetzt auch bei uns zumindest auf Veranstaltung oft so Feedbacks von ihren Gästen selber, die sie einholen.

00:38:23: Und da ist genau das kritisiert wurde was ich schon von Anfang an gesagt wurde.

00:38:27: Also was ich am Catering sehr mag also noch lieber als Eventsplan ist, dass du natürlich überall immer durch den Hintereingang reinkommst.

00:38:38: Immer schon als erster mit da bist.

00:38:40: Jeden Soundcheck mitkriegst.

00:38:42: Du immer siehst welche Deko wie aufgebaut wird und wie die das alles machen.

00:38:46: Die Technik siehst, wie das Licht gehangen wird usw.

00:38:49: Das heißt, du kriegst sehr unfassbar viel Input – immer!

00:38:53: Und zwar eigentlich umsonst.

00:38:56: Das ist, glaube ich, was an Catering schön ist, dass du die ganze Stadt durch den Hintereingang einmal komplett kennenlernst und dass sich Leute auch frei vor dir bewegen.

00:39:06: Also jeder CEO oder jede Geschäftsführerin übt ihre Rede auf der Bühne und das ist denen völlig egal ob ich da bin in Aufbau.

00:39:16: Ich war sogar mal im Kanzleramt, da war ich im Plenarsaal und habe irgendwas zusammengeräumt.

00:39:22: Da sind wir in ganz kleinen Teams, müsste mir mal kommen.

00:39:25: Da ist dabei ich mit dabei und plötzlich schalte ich hoch und sie Angela Merkel da sitzen.

00:39:29: Die hat vor mir einfach ihre Rede nochmal irgendwie kurz angeguckt, kurz gesprochen und es dann raus zu einem ziemlich großen Interview.

00:39:39: Schon noch mal auch eine Qualität, warum bei mir Leute gerne arbeiten.

00:39:43: Also warum auch Leute gerne im Catering arbeiten?

00:39:46: Auch wenn das manchmal vielleicht so wirkt ... Ja okay dann stehst du an der Live-Station und gibst ein bisschen Currywurst aus.

00:39:52: Aber du kriegst halt wahnsinnig viel mit!

00:39:54: Du kriegts auch Konferenzen, Wahnsinn nicht viel Input.

00:39:57: Wir sind jetzt auf ganz vielen KI-Konferencen.

00:39:59: also da zahlen Leute teilweise ´tausendfünfhundert Euro für ihr Ticket Und du kannst dich in die Ecke stellen und zuhören.

00:40:06: Das finde ich wunderschön, wenn ich dann auch sehe, dass ich auch Mitarbeiter habe oder auch Freelancer.

00:40:11: Oder Menschen die bei mir mitwirken, die sich dann echt hinstellen weil sie es auch interessiert und weil Sie verstanden haben.

00:40:16: das ist natürlich auch ein Blick in Gesellschaften ist womit man gar nichts zu tun hat.

00:40:21: Die

00:40:21: ganze Zeit hab' ich so eine Frage im Kopf damit sich unsere Zuhörerinnen und Zuhöre das ein bisschen vorstellen können Wie viele Mitarbeiter beschäftigst du fest?

00:40:30: Genau also ich hab zwischen fünfzehnundzwanzig Leuten Und dafür sind für so jeder Abteilung quasi immer so fünf Werte Mitarbeitende.

00:40:41: Also meistens ein Lied, dann also ich würde es über die Küche sagen, Küchenchef, Sucheff, Küchenhilfe, Spüler plus Koch – die sind immer fixter!

00:40:53: immer fix.

00:40:54: Und dann blasen wir uns auf, dann haben wir Chef-Lukistiker, Handfahrer, jemand der sich um die Wäsche kümmert, Producer also Leute die einfach komplett die Veranstaltung durchplanen, Serviceleitung eine oder zwei Personen die einfach Office Management machen das heißt alles für mich regeln was ich nicht abdecke und dazu noch Kunden betreuen.

00:41:19: Dann habe ich Key-Account Manager für Locations, wo wir wirklich fest drin sind.

00:41:23: was mich aber ausmacht das klingt jetzt gleich danach dass es fünfzig wären, dass ich einen sehr schlanken Apparat hab.

00:41:29: also ich habe auf jeder Position sozusagen einen Profi plus noch meistens entweder ein Junior oder Freelancer der dann schon Senior ist plus bei den Fahrern sind wir doch auch zu tritt weil es auch auffällig gibt oder einfach auch Sachen gibt.

00:41:45: es geht gar nicht ohne drei.

00:41:47: Aber ich hab halt immer gesagt, ich nehm jetzt auch nicht wie nach Corona.

00:41:51: Ich hab mich noch mehr aufgeblasen als auf jeder wichtigen Position zwei oder drei.

00:41:57: Da hab ich irgendwann gemerkt ... Die Stunden habe ich nicht.

00:42:00: Das denkt man nicht, aber die Events sind ja gepeilt!

00:42:03: Also ich hab Events im Juni, das heißt da hab' ich irgendwie twenty-fünf Events... Ja, da sind dann alle voll eingesetzt, aber ich hab' am August drei Events, weil da ist ein Sommerferien.

00:42:14: Das heisst sie haben plusstunden, minusstunden ... um dass man dann irgendwie sagt, okay ich will eine volle Auslastung.

00:42:21: Dass Leute auch wirklich sich gefordert fühlen und einen festen Job bei mir haben.

00:42:25: Ich habe auch Teilzeitkräfte noch dazu aber ich fange jetzt nicht an zu beschäftigen, zu beschäftigend mir immer mehr Jobs suchen damit die voll beschäftigt sind weil es ist ja auch nicht so das Leute glücklich werden wenn sie nicht gebraucht werden Und wenn du nur vier Monate im Jahr gebraucht wirst und in restlicher Zeit merkt man, der Chef wird nervös oder die Chefin werden nervös.

00:42:47: Das hat keinen Sinn gemacht.

00:42:49: Deshalb habe ich gesagt wir sind sehr effizient, wir blasen uns auf und wir werden kleiner.

00:42:55: In dieser Struktur sind wir wahnsinnig erfolgreich!

00:42:58: Und das macht mich eben auf Dexibel in der Preisgestaltung.

00:43:01: Dass ich halt wirklich auch sagen kann – und es ist zum Beispiel für mein Team von den fünfzehn bis zwanzig sehr luxuriös, weil ich kann immer sagen, es nehmen wir nicht an.

00:43:11: Und das war auch das was ich wollte in meinem Leben also... Ich habe zum Beispiel deshalb kein Restaurant eröffnet weil ich immer Angst davor hatte, ich muss da ja aufmachen so und ich musste jetzt eigentlich auch immer aufmachen im Anfang strichen.

00:43:22: aber es ist trotzdem so dass wenn mein Küchenchef zu mir kommt und sagt Es ist auch eine Luxusposition Aber was ein Chef oder eine Chefin nicht gerne hört Das schaffen wir nicht mehr Dann kann ich sagen Ja Wir schaffen das nicht mehr!

00:43:36: Ich sag jetzt ab

00:43:37: Aber da bin ich genauso.

00:43:38: Ja?

00:43:39: Ja, wir hatten ... Ich glaube so oft nach Corona haben wir schon lange nicht mehr gesagt aber das hattest du ja vorhin schon mal angerissen dass nach Corona auch nachdem alles wieder offen war ganz viele krank waren und wir haben im Service Und in der Küche, in der Küche nicht so sehr beim Service weil hier auch so viel Kontakt mit Gästen hatten zwanzig Prozent mehr Mitarbeiter eingestellt.

00:44:05: Ja, als

00:44:06: Planbild.

00:44:07: Na klar weil es waren immer zwei Leute krank und irgendwann wenn zwei Leute krank sind noch mal zwei ausfallen kannst du eigentlich die Bude nicht mehr aufmachen und ich mach das dann auch nicht muss ich ganz ehrlich sagen.

00:44:17: Was bringt das?

00:44:17: Wenn ich keinen genug Mitarbeiter habe gibt's ja immer nur zwei Möglichkeiten.

00:44:22: du sagst ein Teil der Gäste ab Also da musst du halt überlegen, welchen Sackstopp mit welcher Begründung.

00:44:26: Wo kommen die her?

00:44:27: Haben die lange Anreise?

00:44:29: Wann haben sie reserviert?

00:44:30: Da gibt es ja ganz viele Faktoren...

00:44:31: Ja das ist auch nicht easy!

00:44:33: Nicht easy, nee.

00:44:34: aber ich bin niemand und das war in meiner Ausbildungzeit zum Beispiel als Restaurantfachfrau ganz anders oder auch im Banked- oder im Restaurant, im Swiss Hotel und weiß ich nicht was.

00:44:45: Da wird dann alles genommen, was kommt.

00:44:47: Ob du untergehst oder nicht?

00:44:48: Das ist ja nicht die Frage, genau.

00:44:50: Einfach

00:44:50: machen und untergehen.

00:44:52: Was ist der Preis dafür?

00:44:53: Du verlierst Mitarbeiter?

00:44:55: Weil sie verlieren das Vertrauen in dich.

00:44:57: Weil du sie überforderst und zwar dann ständig!

00:45:00: Lieber ist es mir, ich sage wir machen heute den unteren Raum im Restaurant nicht voll, weil wir sind nicht so gut gestafft und die Mitarbeiter kommen auf mich zu und sagen hey Chefinn, wir haben uns nochmal alle zusammen getan.

00:45:12: Wir können uns das und das vorstellen ja, die sind echt toll.

00:45:15: Wir schaffen was, wir würden es gerne so und so machen Mir das kann unten arbeiten, Raphael oben und wir machen es so.

00:45:21: Wir sind gut strukturiert und gut aufgestellt heute.

00:45:23: Die haben uns da.

00:45:25: Das ist die Momente wo ich mir sage wow!

00:45:28: Da bin ich wirklich stolz drauf weil wir zusammenhalten und wir uns aber gegenseitig auch sagen können, dass werden wir wahrscheinlich nicht bewältigen können.

00:45:37: Können wir das oder so machen?

00:45:38: Oder sperren wir dafür die Tische?

00:45:40: dann können wir der Vorbereitung machen oder weiß ich nicht was?

00:45:43: Wir sind an einem relativ engen Austausch Und dann mache ich das, was ich habe.

00:45:47: Das mache ich supertoll!

00:45:48: Weil ich weiß die, die ich habe, da kann ich den Umsatz vielleicht noch steigern weil ich genug Zeit habe und das ist halt nämlich das Thema Ich hab genug Zeiten abzuhälzen zu machen und denen vielleicht noch mehr Wein zu verkaufen weil sie dann auch wirklich lustig sind.

00:46:02: aber wenn ich keine Zeit habe den Tisch zu bedienen und den Bob gar kein Wein bringen kann und ich hab die frustrierten Mitarbeiter weil er seinen Job nicht gutmachen konnte Und ich hab nicht den Rahmen bieten können, um zu sagen hey, wollen Sie noch eine schöne Flasche.

00:46:15: Das habe ich relativ früh verstanden und das macht sich jetzt halt bezahlt weil auch die Mitarbeiter mir dann positives Feedback fürgeben und sagen nee wir würden es gerne machen.

00:46:26: Ich glaube dass ist eben auch bei mir der Garant des etwas kleineren Teams, dass sie das schätzen, dass ich erstens auf sie höre.

00:46:35: also das fanden die schon immer sehr gut, ich hab die nie an die Wand gefahren.

00:46:40: Also es gab Sachen, da wurde mir gesagt zu viel und dann habe ich gesagt Ich versteht's.

00:46:45: Und das ändern wir.

00:46:47: Es war aber eben auch so wenn ich gesagt hab Du weh ändern das jetzt?

00:46:50: Ich traue mich auf diese Veranstaltung gar nicht anzunehmen dass alle gesagt haben Wir machen das Wir stehen dann hinter dir.

00:46:57: Ich glaub, als wenn ein Team immer mehr wächst und wächst ... Und irgendwie diesen Mit auf der Payroll würde ich jetzt mal so sagen.

00:47:05: Irgendwie wird man bei Rika der Farmerer ja auch nicht rausgeschmissen oder das passt schon alles und so.

00:47:10: Dann ist es schlussendlich so ein Miteinander, dass mir eben auch nicht taugt.

00:47:16: So zu sagen, ich hab halt alles irgendwie da und kann auch alles bedienen.

00:47:20: sondern ich denke lieber, lass uns immer ein bisschen absprechen.

00:47:22: Sind wir jetzt schon zu eng getaktet?

00:47:24: Kriegen wir das noch hin?

00:47:25: Wen nehmen wir?

00:47:26: Haben wir noch Freelancer die wir kennen?

00:47:29: Haben will sie nicht mehr?

00:47:30: Dann ist jeder irgendwie gefordert weiß auch was er für sein Geld kriegt und was er dafür auch leistet wie dass Leute auch so durchlaufen.

00:47:38: also ich meine es auch nicht dass mir das Geld ist nicht wert ist sondern ich glaube das ist auch kein Team spirit wenn man merkt also erstens fragst du die in der Mitte auch immer gar nicht mehr sondern du machst ja auch sehr viel dann nur mit den Spitzen, also sagen wir mit den Deeds.

00:47:53: Küchenchef, mit dem Logistikchef und der Chefplanerin.

00:47:57: Und die kriegen ja auch ganz viel nicht mehr mit.

00:47:59: und das war sowas wo ich dann auch gemerkt habe.

00:48:02: So richtig wachsen möchte ich nicht!

00:48:05: Das kann wie wir vorher mit dem Wein gesagt haben sich natürlich ändern, dass man plötzlich nochmal sagt ne nee ich ändere mich noch aber momentan fahre ich so Denk, ich

00:48:16: bin schon

00:48:16: immer sehr gewachsen.

00:48:18: Ich bin sehr im Umsatz gewachsen und in der Größe gewachsen von Gästeanzahl.

00:48:24: Und ich bin auch im Endeffekt von einem Mitarbeiter, so einem Küchenchef, ... ... auf zwanzig, zweitausendfünfundzwanzig?

00:48:33: Habe ich mich ja in dem Sinne.

00:48:34: hoffentlich rechn' ich wieder richtig verzwanzig wacht!

00:48:37: So,

00:48:37: ne?!

00:48:38: Ist ja viel passiert, aber ich bin so ein bisschen aktuell auf der Linie lieber gut qualitativ und fürsorglich.

00:48:48: Jeder weiß um sein Gehalt und jeder kann auch mal einen Bedürfnis anmelden und wir kriegen das alle zusammen hin, wie dass es sich immer multipliziert und multipliziert.

00:48:59: Obwohl ich dafür schon auch manchmal ein bisschen Kritik einfahre, also so Klischees wie... Naja aber wenn du über den Peak kommst und genug Leute hast dann musst du ja viel weniger machen.

00:49:09: Sei immer so, ich weiß nicht ob das stimmt und ist der Gedanke dass die Chefin dann in Dubai sitzt und nichts mehr macht.

00:49:17: Das sehe ich so nicht sondern ich muss immer einen Überblick über meine Finanzen haben.

00:49:21: Ich mache mein Jahresabschluss wirklich echt selber!

00:49:23: Ich will wissen wer da eingestellt wird und welches Gehalt er fordert an was der kann oder sie kann.

00:49:30: Ich will auch wissen, welcher Kunde bucht und warum der absagt.

00:49:33: Und das ist null kluckig!

00:49:34: Sondern ich glaube es ist ein Garant dafür dass auch was gut funktioniert ja?

00:49:41: Wie sagt man, das ist authentisch.

00:49:44: Mir wurde aber oft dann so gesagt ... Na ja, du bist halt in Endeffekt eine Freelancerin mit Angestellten?

00:49:51: Du bist keine Unternehmerin!

00:49:53: Das hat mir natürlich einen Mann

00:49:54: gesagt.

00:49:55: Jetzt wollte ich nämlich auch mal ganz kurz auf dieses oder nicht, ich würde jetzt gerne mal auf dieses Frauen-Tier switchen.

00:50:00: Aber ich bin

00:50:01: Freelancerin mit angestellt.

00:50:02: Frauen

00:50:03: in der Gastronomie und das ist halt das.

00:50:05: Und jetzt kommen wir auf den Punkt.

00:50:07: Wenn du ein Mann gewesen wärst, hättest du den Geschmacken nie anhören müssen.

00:50:11: Ich finde das so was von ...

00:50:13: Übergrä-.

00:50:14: Also ich find das frech einfach dass jemand sowas sagt Du bist keine Unternehmerin.

00:50:18: Dann sag' ich, ich bin erstmal Dienstleisterin Und als Dienstleisterin solltest du deine Unternehmen schon überblicken und du solltest auch wissen ob's bei dir gut läuft oder nicht Weil ich kenn viele die abgegeben haben und dann ging es halt langsam auch so ein bisschen bergab.

00:50:32: Das kann jeder machen wer will Aber ich würde meine Finanzen nie aus der Hand geben.

00:50:37: Ich lasse mich auch gern beraten und bin noch niemand, der sich nicht von was besserem belehren lässt – also ich schau mir die Sachen schon an!

00:50:45: Aber sagen wir mal so die Tipps, die ich bekommen habe in der Vergangenheit?

00:50:49: In der Praxis, die umzusetzen… Also das hängt ja auch an Menschen.

00:50:52: Du brauchst ja auch erstmal gute Mitarbeitende und Leute, die wenn es nicht ihr Unternehmen ist, dass genauso führen wollen wie du's

00:50:59: fürst.".

00:51:00: Das ist doch erst mal die Frage, ob ich abgeben kann oder nicht.

00:51:02: Ist doch was anderes!

00:51:04: Aber find doch erstmal jemanden der dein Lebenswerk weiterführen will, warum denn?

00:51:10: Also entweder verdient er das Gleiche wie du oder das, was du verdienst und du verdienst halt automatisch wirklich weniger.

00:51:15: Das kannst du dir ja überlegen.

00:51:17: an dem Punkt bin ich mit zweiundvierzig Jahren noch nicht.

00:51:20: Und ich hab gemerkt, ich gebe auch oft ab und arbeite dann auch mehr so.

00:51:23: also dass sind so die kurzen Argumente für dir die Tipps, die ich bekommen habe.

00:51:29: Also das beiden schon öfter, schon eher Männer die mir halt relativ klar gesagt haben dass es ja auch seriöser wäre wenn ich nicht ans Telefon gehe.

00:51:40: Es wäre ja schon besser wenn ich einen Mitarbeiter vorschicke oder eine Mitarbeiterin weil wo geht denn die Chefin noch ans Telefon?

00:51:47: Also ich bin zwar mit dem Umsatz und der Mitarbeiterstruktur, die ich mache in kleines Unternehmen.

00:51:53: Aber was ich an Steuern zahle und wie viele Leute bei mir arbeiten, die auch davon leben können ist schon nicht ein kleines Unternehmens, sondern es ist eine ganze Lebensaufgabe.

00:52:02: Und ich würde gerne auch mal so angesprochen werden, wow!

00:52:05: Toll, dass du hier rockst, das sieht ja alles sehr gut aus.

00:52:09: aber meistens gibt's halt einen Tipp, machs doch anders.

00:52:12: Und der Tipp ist, glaube ich, gar nicht so gut gemeint.

00:52:15: Der Tipp ist eher so gemeint.

00:52:16: also die Freunde von mir, die auch so ein Unternehmen haben wie du, die sind ein halbes Jahr im Urlaub.

00:52:23: Ich kann mich nicht erlauben mein Kind ist schulpflichtig Also ich brauche in der Lossi es nicht in den Urlaub fahren.

00:52:28: und da habe ich eigentlich gemerkt ich komme so in die...ich erkläre mich hier und was ich mir gerade so antrainiere zu sagen also ich brauch erst mal überhaupt auf das was ich mache keine Anerkennung Also weder von der Frau noch von einem Mann, sondern die muss ich mir erst mal selber geben.

00:52:43: So, ne?

00:52:46: Und danach kann jeder zu mir kommen, der ernsthaft was Gutes für mich will.

00:52:52: Ich find diese Unternehmensberater in einer Gastronomie sowieso immer sehr spannend.

00:52:56: also weil das ist so nun acht fünfzehn Dingen, was sie da haben und abspulen hat überhaupt nichts mit Individualität zu tun.

00:53:04: wir werden ja ganz gerne Hotelkonzernen oder so gebucht, dann kommen die da in die Abteilung rein und wischen da immer drüber.

00:53:13: Da wird das dann dieser Hut übergesetzt aber das bringt ja auch nix.

00:53:17: Dann arbeiten die da zwei Jahre funktioniert dann auch nicht kassieren ihr Geld und hinterlassen sehr viele verbrannte Asche.

00:53:23: also

00:53:24: ich habe gemerkt dass auch Mitarbeitendes mitkriegen dass wir plötzlich so neue Strukturen einführen, die gar nicht auf die passen.

00:53:30: Also oft wird irgendwie das Rad auch nicht neu erfunden und was dir dann erzählt wird ist ja eigentlich das, was du ihnen am Anfang erklärt hast.

00:53:38: Also mir ganz oft dann auch Menschen dann gesagt, die mich beraten haben hier stimmt dein System es eigentlich schon ganz gut.

00:53:45: also ich könnte jetzt auch nicht besser sagen aber so nach einem ganz langen, dass ich irgendwie immer erklären musste warum's denn so isst?

00:53:53: Da kann ich jetzt zum Beispiel sagen schon einfach erst mal auch bei sich bleiben muss und eben nicht erklären muss.

00:54:01: Man weiß schon, glaube ich relativ genau warum man die Sachen wie macht ja?

00:54:06: Und wenn man zu sehr nach links und rechts guckt und auch zu sehr und zu viele Leute fragt dann kriegst du auch ganz ganz ganz viele Meinungen.

00:54:15: das heißt nicht dass man immer so voran läuft und sagt Ich mach meine Scholklappen auf und ich mache mein Ding Ja, das ist überhaupt nicht so meine Welt.

00:54:25: Aber ... Nicht zu sehr sagen, ach echt?

00:54:28: Ach wirklich?

00:54:29: Kannst du mir da mal helfen?

00:54:30: Ich brauch hier mal Hilfe!

00:54:32: Sondern eigentlich relativ konkret sich überlegen am welchen Punkt fahr ich dann immer wieder an die Wand und da brauche ich Hilfe.

00:54:39: Da muss ich ganz ehrlich sein, da kommst du auch selber drauf und dann holst du dir jemanden der explizit dafür Fachfrau oder Fachmann in den Experten Und dann sprichst du dir jetzt hier drauf.

00:54:52: Aber ich denke, dass die meisten Menschen, die so oberflächlich mit einem Kontakt haben – das habe ich damals bei der Unternehmenskundung festgestellt -, dass die Menschen drumherum eigentlich gar nicht daran interessiert sind, dass du Erfolg hast?

00:55:08: Weil unterschwellig ist ja auch immer ein bisschen dieses Naht!

00:55:12: Die macht jetzt das und das.

00:55:13: Und die machen jetzt das, und wir haben damals so viele kluge Vorschläge bekommen was wir auf gar keinen Fall machen sollen.

00:55:20: also bei uns war ja der Standort ganz scheiße dass wir kein Brot und kein Reis serviert haben wir ja total bescheuert.

00:55:27: Das braucht man ja international?

00:55:28: Dann einfach dieses dass wir auch so straight waren in dem was wir gemacht haben.

00:55:34: von Anfang an wurde extrem kritisiert oder ob das jetzt unsere Messer sind oder unser Kunst oder unser Bild davon.

00:55:40: Harald Herrmann Ich sag jetzt, ich hab das Umfang mal für mich so an der Seite gelassen und gesagt nur durch Individualität gibt es eben auch Veränderungen in der Welt.

00:55:52: Und wir entwickeln uns weiter und es gibt so viele wunderschöne unterschiedliche Facetten in der Gastronomie oder überhaupt in allen Branchen.

00:56:01: Das kann nur dadurch entstehen dass da Menschen dahinter stehen die eine eigene Idee haben.

00:56:07: aber die meisten Menschen sind glaube ich so Leben und ihren Strukturen gefangen, dass eben ihnen diese Vorstellungskraft fehlt.

00:56:14: Und deswegen machen die sich auch nicht selbstständig.

00:56:17: Deswegen habe ich mir angewöhnt meine Öhrchen da zu verschließen und das rein-und rausgehen zu lassen und immer zu versuchen auf mich selber zu hören, auf meinen Bauchgefühl und mein Gefühl für Dinge, die gerade nicht funktionieren und dann tatsächlich auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus meinem Unternehmen.

00:56:39: zu Gesprächen, zu bitten.

00:56:41: Und dann zu sagen im Vier-Augen-Gespräch pass mal auf ich hab das Gefühl es ist grad so und so hast du ne Idee?

00:56:49: Das muss nicht sein dass der Umsetzer.

00:56:51: aber dann kommen mehrere Punkte zusammen wo auch die Dinge aus dem anderen Blickwinkel sehen kann um das dann nochmal zusammensetzt zu sagen oh das könnte eine Lösung sein einfach sich von Menschen beraten lassen Interesse daran haben, dass dein Unternehmen funktioniert.

00:57:09: Das ist immer ein guter Rat.

00:57:11: Ich

00:57:11: glaube auch zwei Dinge ja?

00:57:12: Also einerseits klar, es ist eben immer lieber, dass man auf einem Level bleibt und wenn du vorbei schießt dann wird's noch oben irgendwie einsam und dünn.

00:57:23: Es gibt einfach viele Leute die wollen nichts Schlechtes für dich aber die wollen mit dabei sein.

00:57:28: Die wollen sagen das hab ich ihr geraten!

00:57:31: Das ist eigentlich ganz süß.

00:57:34: Aber im Endeffekt wollen Sie jetzt mitmachen.

00:57:36: Ich hab mir was angewöhnt, dass ich auch Freundinnen und Freunden auf meiner Familie sage, ich möchte jetzt eigentlich nur ... dass ich euch etwas erzähle aber ohne Meinung.

00:57:48: Das

00:57:49: habe ich auch schon gesagt!

00:57:49: Ich möchte

00:57:50: mir das selber erzählen und ich möchte, dass du mir sagst, kann nicht verstehen?

00:57:56: Ich will abladen.

00:57:57: Ja

00:57:57: oder sag interessant, das ist aber...

00:58:00: Nein ich möchte abladern und wenn du das heute nicht willst dann ist es vollkommen okay!

00:58:04: Aber ich komme hierher um dir einfach was zu erzählen.

00:58:07: Ich möchte gar keine Meinung.

00:58:08: Das ist egoistisch aber dafür bist du da?

00:58:12: Ich führe mein Unternehmen schon alleine und ich schaff das auch Und damit hab ich jetzt ganz gute Erfahrungen gemacht.

00:58:18: Heute geht's wirklich darum, dass wir was zusammenarbeiten und morgen oder an dem Tag geht es wirklich darum ... Ich möchte sie nur mal erzählen!

00:58:27: Da kannst du auch gleich wieder vergessen, weil mir gehts eigentlich gut aber heute hat nicht.

00:58:32: Also das ist auch nochmal so eine Kommunikationsform um sich Tipps fernzuhalten vor dem Gespräch schon zu sagen kluge Ratschläge Gebt mir keinen Tipp hier.

00:58:43: Ja, ich verstehe dich wirklich vollkommen!

00:58:47: Ich weiß nicht wie es bei dir ist aber ich bin so erzogen dass man halt auch mit Fehlern... ich muss versuchen perfekt zu sein kann Fehler nicht zulassen dabei ist das halt so eine Kultur die einem glaube ich erst zu einer richtig guten Unternehmerinnen und Unternehmer machen kann.

00:59:03: Also was

00:59:03: ich ja auch sehr habe ist ich will die Sachen immer gutmachen Und ich will mich eigentlich nicht verschlechtern, also das ist so meins.

00:59:10: Ich bin schon da angekommen zu sagen okay ist okay gut ist besser und wenn jemand sagt ganz toll dann finde ich's super.

00:59:18: aber ich kann schon damit jetzt schon leben wenn es nicht perfekt war.

00:59:22: ja weil wenn ich unzufrieden mit mir bin dann dann gehts mir damit nicht gut dann bin ich auch so ein Overthinker der die ganze... Das dreht sich in meinem Kopf und dreht dich im meinen Kopf.

00:59:34: Und wenn dann noch eben jemand sagt zu, ja das habe ich dir aber doch gesagt und das machst du doch immer wieder.

00:59:41: Da hab' ich für mich auch festgestellt, ich muss da schon selber drauf

00:59:44: kommen.".

00:59:45: Ich glaube vielleicht ist unsere Kultur gar nicht so dass man damit leben kann, dass man auch nicht immer alles verändern muss in dem Moment.

00:59:54: Vielleicht ist es auch ganz okay so, dass es gerade noch nicht so... Perfekt ist, weil wenn's perfekt wär dann geht es ja auch nicht weiter.

01:00:01: Also ich glaub so eine Entwicklung ist ja immer gut.

01:00:04: also ich bin schon jemand der deshalb meine ich akzeptiert jetzt auch wenn was okay is und da hat wirklich dazu gehört nicht so viele Tipps annehmen Und auch wirklich schauen Was ist wirklich wichtig zu besprechen?

01:00:16: Und was muss man vielleicht mal selber drüber schlafen und dann auch sagen Es ist völlig unwichtig das völlig egal.

01:00:22: sehr

01:00:22: guten advices.

01:00:24: Zum Abschluss bräuchte ich noch eine Empfehlung von dir.

01:00:26: Wo gehst du in Berlin gerne essen?

01:00:28: Oh, ich hab gewusst es kommt!

01:00:32: So weißt du

01:00:33: was?!

01:00:33: Ich habe mich auf diese Frage vorbereitet.

01:00:37: Einfach aus dem Grund weil für mich ist wichtig dass die Kompanie, die dabei ist, gut ist.

01:00:46: mit wem gehst Du wohin?

01:00:48: und sind die auch alle gut drauf und haben die auch alles Bock drauf.

01:00:51: Ich mag es nicht mehr so, wenn man sich anschreit.

01:00:54: Aber sagen wir so Licht, Atmosphäre empfangen?

01:00:58: Dann ist sogar das Essen für mich noch mal nachrangig!

01:01:01: Sondern dann geht's einfach darum eine gute Zeit zu haben.

01:01:04: Wenn ich aber gut essen gehen will, dann gehe ich sehr gerne ins Bistro-Jolie am Prenzlauer Berggestes im Kölwitz-Kiez und da mag ich total gerne dass.

01:01:15: die haben frische kleine Tappas sehr hochwertig, wie ich finde.

01:01:21: Die haben Tundfischkrudow mit Pistazien, die haben auch ein richtig tolles, was ich so noch nie gesehen habe, Blumenkohlkudow.

01:01:33: Aber so'n richtiger Bergaufenteller!

01:01:35: Die haben sehr, sehr gute Weine.

01:01:37: Du kannst aber auch Gin Tonic trinken wenn du willst und dem ganz tolle Austern.

01:01:42: Richtig nussig.

01:01:43: Jetzt muss ich es richtig sagen, Petersilienöl mag ich sehr gerne.

01:01:52: Ich mag das auch wenn die klein sind und so fest.

01:01:55: Du kannst dir halt mit deinen Freunden oder Kunden einfach auch was teilen.

01:01:59: Und du kannst sowohl ein Glas Champagner trinken und einfach einen Tundfischgrudo essen, und einmal Sauerteigbrot und eine Butter und dann wieder gehen.

01:02:08: Oder du kannst halt irgendwie acht Gänge essen.

01:02:10: Diese Struktur mag ich total gerne.

01:02:12: Die gibt es ja ein bisschen öfter jetzt auch in Berlin, dass du nicht mehr einfach drei große Gänge ist sondern viele kleine Und ich war da letztens zum Geburtstag von einer sehr, sehr guten Freundin von mir.

01:02:22: Ich hab ihr das empfohlen und hab sie eingeladen.

01:02:25: Der Kellner war unfassbar, es war der Knallar.

01:02:27: Er war einfach auch nur richtig witzig.

01:02:29: Der hat uns gut empfohlend, er hat uns richtig gut bedient.

01:02:32: Wir sind da echt rausgeschwankt.

01:02:35: Meine Freundin ist recht pinglicht.

01:02:36: Die gesagt, wow!

01:02:38: So was brauchen wir in München?

01:02:39: Das war so gut.

01:02:43: Ich hoffe, ihr habt das gut verkauft.

01:02:44: Da sind wir auch an dem Thema ... Letztendlich ist das Ausschlaggebende, mit welchem Menschen du dich umgibst.

01:02:53: Welcher positiven Energie und dass die Menschen dir ja nichts nehmen sondern dir genauso viel geben wie du ihnen.

01:03:00: Liebe Riccada ich habe mich sehr gefreut, dass du heute da warst.

01:03:03: Ich hab einen sehr schönen Einblick in deine Berufswelt bekommen Und wie herausfordernd und spannend das auch ist Ich hoffe, du hast das genauso genossen wie ich heute Abend.

01:03:14: Wir könnten noch zwei Stunden weiterquatschen.

01:03:17: Vielen Dank für deinen Besuch!

01:03:18: Vielen Dank, dass du den Weg hierher gefunden hast und vielleicht gehen wir ja beide mal zusammen ins Bistro-Juli?

01:03:22: Ich war nämlich noch nicht

01:03:23: da... Dann glaube ich spreche ich eine Einladung aus!

01:03:26: Das machen

01:03:27: wir!

01:03:29: Und vielen Dank für die Einladungen, es waren sehr gutes Gespräch.

01:03:33: Danke

01:03:44: schön!

Über diesen Podcast

Ich bin Marie-Anne Wild (Raue) und freue mich über euer Interesse an meinem Podcast „Auf ein Glas Champagner mit Marie-Anne“ – ich liebe nicht nur Champagner, sondern auch gutes Essen, gute Weine und vor allem gute Gespräche mit inspirierenden Frauen! Was ihr in den rund 60 Minuten hört ist deshalb kein klassisches Interview sondern ein wirkliches Gespräch, denn auch ich erzähle von meinen persönlichen Erfahrungen, gebe Einblicke in mein Leben und meine Gästinnen stellen auch mir Fragen.
Apropos Gästin: es erwarten euch spannende Frauen aus den verschiedensten Bereichen der Gastronomie, die mit mir in meinem Wohnzimmer Champagner trinken und erzählen wie es ist als Frau in diesem Bereich tätig zu sein, welche Steine aus dem Weg geräumt werden mussten und was sich in der Branche dringend ändern muss ! Manchmal geht es ans Eingemachte, manchmal ist es witzig und manchmal ist es sehr erstaunlich! Keine Statistik oder Vermutung, sondern als waschechte Lebenserfahrung.

Öffnet euch eine Flasche Champagner und setzt euch zu uns!

von und mit Marie-Anne Wild

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