Frauen in der Gastronomie
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu Auf ein Glas Champagner mit Marianne.
00:00:09: Frauen in der Gastronomie, die Anwild im Gespräch mit spannenden
00:00:17: Frauen von Gastronomie.
00:00:19: Herzlich Willkommen zu meiner aktuellen Folge auf Ein Glas Champagne mit Mariann.
00:00:23: – Frauen In der Gastromie!
00:00:26: Heute freue ich mich ganz besonders Stefanie Hering bei mir begrüßen zu dürfen.
00:00:30: Liebe Stefanie, schön dass du es hierher geschafft
00:00:33: hast.
00:00:33: Herzlichen Dank für die tolle Einladung!
00:00:35: Ich freu mich.
00:00:35: Wir haben ja schon oft ein bisschen drüber gesprochen und jetzt haben wir es endlich hingekriegt.
00:00:39: Alle sind in Sommerferien gefahren, nur wir sind in Berlin?
00:00:41: Ja,
00:00:41: Berlin um die Zeit ist am schönsten
00:00:43: finde ich.
00:00:44: auch die Straßen sind relativ
00:00:45: viel.
00:00:46: Genau man kann's genießen.
00:00:47: Ich
00:00:47: habe natürlich heute wieder einen schönen Champagner aufgemacht und zwar ist das ein Champagner der aus hundert Prozent Pinot Noir und vier, zwanzig Monate auf der Hefe in der Flasche gereift ist.
00:01:01: Er ist letztes Jahr also genau vor einem Jahr dekorgiert worden und hat – das mag ich besonders – eine Dosage-Sero.
00:01:08: Also es ist ein Brötnatur und er hat damit kein Zucker zusetzt bekommen.
00:01:12: Das ist sehr trocken!
00:01:13: Das schmecken wir auch.
00:01:14: aber das Schöne daran ist dass bei so einem Champagner eben auch das Teorad dann sehr schön zur Geltung kommt und dann eben auch diese Individualität
00:01:24: Und die schöne Farbe, ja.
00:01:28: Dann wir zwei mal an!
00:01:30: Schön, dass du da bist.
00:01:31: Herzlich
00:01:31: willkommen.
00:01:32: Danke sehr.
00:01:34: Köstlich.
00:01:35: Also man muss sagen, ich glaube der Champagner geht heute relativ schnell in den Kopf.
00:01:38: Das geht
00:01:38: immer
00:01:40: bei einunddreißig Grad draußen.
00:01:42: aber für euch versuchen wir
00:01:44: genau... Für Euch versuchen wir einen klaren Kopf zu bewahren.
00:01:48: Liebe Stefanie Wir beide, wir kennen uns ja nun schon viele Jahre Und wir gingen uns auch regelmäßig auf Veranstaltungen unter anderem bei meinem Ladies' Lunch, der dieses Jahr schon stattgefunden hat.
00:02:00: Sehr tolle Institutionen muss ich da sagen?
00:02:02: Danke
00:02:02: schön.
00:02:03: und dann geht es ja auch um Sichtbarkeit von Frauen so ein bisschen das was sich mit dem Podcast machen.
00:02:08: aber ich möchte heute nicht nur über dein außergewöhnliches Porzellan sprechen sondern über deinen Weg als Unternehmerin, über deine Verbindung zur Spitzengastronomie und darüber wie man über Jahrzehnte eine internationale Marke aufbauen kann.
00:02:26: Da reicht uns die Stunde nicht!
00:02:27: Wir
00:02:28: versuchen es!
00:02:29: Vielleicht ein ganz kurzer Umriss, wie du da hingekommen bist?
00:02:34: Und dann eigentlich die elementare Frage Wie bist Du zu diesem Werkstoff Porzellan gekommen?
00:02:40: Ich glaube das bin ein Kind meiner Zeit also Anfang der Achtziger.
00:02:45: Das Handwerk, auch das angewandte Handwerk.
00:02:47: Groß nicht nur in Mode sondern es war angesagt ob man nun Florist oder Töpfer oder Goldschmied oder all diese Berufe die waren natürlich... Es war so dieses ...die Alternative Bewegung und ich habe tatsächlich die Berührung mit... Ich wollte ein Hobby machen während der Schulzeit und hab damit die Berörung zu Ton bekommen.
00:03:08: Durch dieses Arbeiten damit wurde mir dann von den entsprechenden Lehrern eine Begabung attestiert, die dahin führte sogar das Tee.
00:03:16: Lehrerin Helga Mietzel zu meinen Eltern ging und sagte, wenn's eine kann dann die lasst die mal so ne Ausbildung machen.
00:03:23: Und tatsächlich hab ich dann also eine Töpferlehre gemacht in Besikheim bei Luticsburg drei Jahre lang und danach habe ich dann schon festgestellt oh mein Gott wie will ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen?
00:03:36: In Deutschland das ist ja eigentlich utopisch und hab mich dann ins Ausland vorgewagt und bin nach Irland nach Dänemark zusammen eine Gesellenzeit im Ausland verbracht um über einen Töpfer aus Thüringen, bei dem ich gearbeitet habe.
00:03:48: Ab in der Nähe von Pfeffingen bei Typingen, der gerade ja aus der DDR ausgewiesen wurde aber ein exzellenter Handwerker war.
00:03:54: und da hab' ich dann zwar auch kein Geld verdient, aber wenigstens ganz viel gelernt.
00:03:59: Und so fing die Karriere an und dann merkte ich durch all diese Stationen, die ich machte im verschiedensten Unternehmen was sich mag, was ich nicht mag, das ich für mich selber brauche in meinem Leben.
00:04:09: Und da habe ich noch mal drei Jahre Design studiert, mit dem Fokus auf die Keramik in Hörgrenzhausen im Westerwald.
00:04:19: Da sind die ganzen Tonvorkommen und das war eine Fachschule, die bedingt durch den Förderverein, denn sie hatten einen Wien-Schlaraffenland war für mich.
00:04:27: Ich konnte drei Jahre lang ausprobieren, testen, entwickeln um auch mich selber finden.
00:04:33: also ich hab es tatsächlich für mich selber studiert um rauszufinden welche Message ich eigentlich in die Welt setzen möchte und habe mich dann in Berlin selbstständig gemacht.
00:04:42: Gab es da einen bestimmten Moment, der der Ausschlag geben war?
00:04:45: Dass du gesagt hast jetzt muss die Selbstständigkeit kommen?
00:04:48: Also es war tatsächlich.
00:04:49: durch diese Erfahrung in den verschiedensten Ländern und Betrieben war für mich ganz klar okay das will ich selber machen und ich kann's auch selber besser.
00:04:58: also so dass es für mich passt.
00:05:00: Aber es war natürlich klar, ist eine irre Herausforderung.
00:05:03: Ich hab das am Anfang mit einer Partnerin oder Studentin.
00:05:05: Wir haben bei derselben WG gewohnt und in beiden Höhe studiert und gesagt, ach komm lass uns gemeinsam selbstständig machen.
00:05:11: Und da war sie eher spannend herauszufinden, in welcher Stadt möchte ich das sein?
00:05:16: In Deutschland.
00:05:16: und klar ein Großstadt musste es unbedingt sein nach dem Westervalter, musst du raus!
00:05:22: Und dann Düsseldorf Hamburg München.
00:05:26: aber dann war natürlich Berlin in der Zeit des Umbruchs nach der Wende, und das war eine Stadt in der alles möglich war.
00:05:33: Wo man auch nicht abgestempelt wurde, wenn man keine Zwiebeltöpfe herstellt, sondern vielleicht ein bisschen anders oder größer denkt und internationaler denkt.
00:05:43: Und Berlin war zu der Zeit im Gespräch in der ganzen Welt und kannte jeder.
00:05:49: Für mich aber ist die liberale Stadt, die wir in Deutschland haben.
00:05:53: Deshalb bin ich immer noch sehr gerne hier.
00:05:54: Ah schön!
00:05:55: Welches Jahr war das?
00:05:56: Zweiundzwanzig, mit vierundzwanzig.
00:06:01: Wow!
00:06:02: Ja es ist schon Wahnsinn.
00:06:04: also ja ich hab's getan und wenn ich überlege was ich angefangen habe und was wir verdient haben und teilweise war so dass man Freitags nicht wusste wie man das Zugticket oder das S-Bahn Ticket für nach Hause aber immer tauchte dann jemand auf und es passte immer wieder.
00:06:18: als es war war immer alles im Fluss und ging so seines Weges.
00:06:23: Aber für mich war Berlin als Base natürlich super Auch die Szene, die wir hier in Berlin hatten und meine erste Werkstatt war im Prinzlauer Berg in der Lüchener Straße.
00:06:33: Das waren natürlich spannende, so eine alte Paketausgabestelle.
00:06:36: Unsere Freunde waren viele Architekten, die uns dann halt von dieses Ding mal kurz innen drin ziemlich interessant umzubauen.
00:06:43: Und da hatten wir beide David Kedeemann und ich unsere zwei getrennte Werkstätten unter einem Bach.
00:06:49: So fing das Ganze an!
00:06:50: Du
00:06:50: hast ja Design studiert und das ist auch das, wenn ich mir jetzt deine Sachen anschaue.
00:06:55: Wenn ich das so Revue passieren lasse als ich in die Gastronomie gekommen bin.
00:07:04: Ich habe dich immer irgendwo gesehen und mit sehr viel Ehrfeucht die ganzen Jahre dieses einzelne Stück.
00:07:10: Ich kann mich auch noch erinnern dass Tim damals immer sehr erfüchtig für diesen Sachen stand.
00:07:16: Diese Designideen fließen dir die zu?
00:07:19: Oder sind es so Sachen, die dir nachts entstehen oder ist das eher ein Prozess.
00:07:24: Die sind schon in mir drin diese ikonographischen Oberflächen mit denen ich anstatt bin, die sind ja heute noch fester Bestandteil der Kollektionen.
00:07:34: da ging's mir auch während des Designstudiums rauszufinden was meine Message und wie kann nicht ein Produkt von Hand hergestellt werden?
00:07:45: so wieder erkennbar machen, dass ich nicht erst umdrehen muss, um herauszufinden woher es kommt.
00:07:50: Also für mich ist Signatur absolut wichtig für die Identität und ich finde das auch etwas was sich widerspiegelt in der Gastronomie also die Spitzenköche, die sich identifizieren können.
00:08:01: wenn sie eine Aussage haben, eine Wiedererkennbarkeit haben in ihren Geschmäckern oder in ihren Kreationen dann wo ich immer dran zurückblicken kann, dann kann ich Geschmäcker wieder abrufen auch Jahre später.
00:08:15: Ich hab Erlebnisse die sind einzigartig und genauso bin ich an meiner Arbeit dran.
00:08:21: geschirr war von Anfang an mit dabei.
00:08:23: es war damals natürlich von freie Hand gedreht auf der Töpfelscheibe aber ich muss sagen ich war schon technisch sehr begabt Und ich konnte das umsetzen was ich mir ausgedacht habe.
00:08:32: Das ist schon ein Geschenk.
00:08:34: Und wenn man dann das ganze Technische, was an der Hochschule mit dazukam, Klassurtechnologie, Brenntechnologie die ganze Physik und all dieses chemische Rechnen.
00:08:43: Dann hat man auch noch die Grundlage, dass es wie beim Kochenlernen Rezepte.
00:08:47: also wie funktioniert das Ganze in der Biochemie?
00:08:52: Das gibt dir ein Fundament.
00:08:54: und wenn du dann die Kreativität on top packst und sagst so jetzt begebe ich mich auf die Suche.
00:09:01: Ich erfinde ja, dass Porzellan nicht neu.
00:09:03: Ich erfände auch das Biskuit nicht neu als ich bewege mich in einem Medium und mit einem Material, das eine hundert Jahre Geschichte hat.
00:09:10: Wo hole ich das ab?
00:09:11: Und wo möchte ich es hinbringen?
00:09:12: Das war mein Thema.
00:09:14: Ich respektiere die Vergangenheit aber ich möchte nicht stehen bleiben.
00:09:17: Ich möchte eigentlich das Ganze transformieren in das nächste Jahrzehnt, Jahrhundert.
00:09:22: Aber durch die Beständigkeit, die das Material bringt muss sich auch verantwortungsbewusst mit Gestaltung umgehen weil ... Ich arbeite mit Human Resources, ich arbeite with Energie.
00:09:32: Ich arbeide mit Dingen die ich bewusst einsetzen sollte um eben keine Verschwendung zu schaffen und dann möchte ich ein Produkt schaffen das lange hält wo Leute lange Jahre Freude dran haben und dass für mich also tatsächlich Signatur ist.
00:09:46: Und ich glaube es ist mir ganz gut gelungen aber in der Art und Weise ist natürlich umzusetzen erfordert eine gewisse Kompromisslosigkeit.
00:09:54: Bist du für diese Kompromesslosigkeit?
00:09:57: Ich nehme an, vor allem in den jüngeren Jahren.
00:09:59: Als du am Anfang gestanden bist, kritisiert wurde?
00:10:01: Klar!
00:10:01: Man diskutiert ja oft mit Studenten oder anderen wo es halt achte.
00:10:05: Das hast du doch alles vorher gewusst und das ist ja nein.
00:10:06: also ich habe gewusst, wo ich hin möchte und auch an das geglaubt was sich für mich erschaffen hat in der Zeit während des Studiums und wie ich nach draußen.
00:10:16: Und klar das ist die Bewegung und man entwickelt sich weiter wenn man Stücke von zwei neunzig anguckt.
00:10:21: Stücke heute sind natürlich Gott sei Dank haben sie weiterentwickelt Aber sie sind immer noch wieder erkennbar.
00:10:27: Und es ist etwas, ein Ziel vor sich zu haben und auch daran zu glauben, dass das gut ist... Das war für mich immer ganz wichtig!
00:10:36: Ich habe nie Kompromisse gemacht, wenn's um Heringen ging.
00:10:39: Ich hab parallel die Industrie gearbeitet, die sind auf mich gekommen und gesagt, kannst du für mich entwerfen?
00:10:44: Für Rosenteil, für Bernando, für Gidecren, Willerumbruch, ja, für all die entworfen.
00:10:48: Bei ganz vielen habe ich meinen Namen gar nicht zur Verfügung gestellt, weil ich sage, das versteht keiner ... guckt, was macht eigentlich hier Ringen?
00:10:55: Aber bei meiner eigenen Linie habe ich tatsächlich keine Kompromisse gemacht.
00:11:01: Und das hat ein bisschen gedauert bis es Leute kapiert haben und gibt eine sehr lustige Anekdote eines Schweizer Kunden aus Zug der jedes Jahr kam von Anfang an auf die Messen und kaufte immer ein und irgendwann freut sich hin und sagen sie verkaufen Sie das eigentlich alles?
00:11:14: Nein, dann sagt er, nein, ich hab noch nichts verkauft!
00:11:18: Dann verkauf' ich Ihnen jetzt nix mehr, das geht auch nicht!
00:11:22: Das ist meine Entscheidung.
00:11:24: Dann kann man nächstes Jahr bieten, also jetzt ehrlich mal warum sind sie noch hier?
00:11:28: Na das ist alles weg!
00:11:31: Ich habe ihnen gesagt es braucht ein bisschen Zeit aber es ist alles Weg.
00:11:34: ich hab alles verkauft und dann bin ich da okay wow Also dieses Mal muss manchen Dingen auch Zeit geben Und klar in diesen langen Arten zu haben dass es auch nicht immer einfach ja und der das kann auch mal schief gehen Aber Es ist schon was wo ich so merke.
00:11:49: ok In dem Beruf, wo wir tätig sind.
00:11:54: Also in sich ein Geschirr zu kaufen das ist ja wie eine Immobilie kaufen teilweise Entscheidungen von neun Monaten bis einer sagt jetzt tue ich's.
00:12:01: und gestern Abend hatte ich ein nettes Unterhaltung mit unserem früheren Bürgermeister.
00:12:06: und daran Christia.
00:12:08: Dein Geschirrtes habe ich vor allem vorhin angekauft steht immer noch da wie neu weiß er genau dass es ist.
00:12:13: wir suchen Ständig stetig neue Kundschaft, weil wenn die mal dabei sind.
00:12:19: Ja sie bleiben dabei das ist klar aber die Investition findet nur einmal statt.
00:12:24: Aber es trotzdem was Schönes also dieses Begleiten dieses Wachsen und dann natürlich dem Mund-zu-Mund Propaganda die man braucht als so kleines Unternehmen.
00:12:33: Das schaffst du nicht mit einem.
00:12:35: da gibt's kein Werbebudget oder Riesenwerbeta.
00:12:37: das schafft man eigentlich nur Durch Ehrlichkeit, finde ich.
00:12:41: Und durch tatsächlich eine Leistung die man vorweisen kann, die standhält dieses Proof of Concept das es kein Fake ist und dass wenn das dann international gespielt wird, dann wird man eigentlich durch empfohlen.
00:12:56: also es ist eine reine Empfehlungskultur und die spielen wir mittlerweile international und haben bis heute in siebzig Länder geliefert.
00:13:03: Das ist schon irre!
00:13:05: Das ist auch das was ein Stolz macht.
00:13:09: Wir dringen einen Privatsphären ein.
00:13:11: Man weiß wie heilig einem die Küche zu Hause ist, was da stattfindet.
00:13:15: Es ist in der Familie drin und hat sehr viel Persönliches, was man da auch preisgibt als Kunde.
00:13:21: Und wenn man das schafft, dann da drinstehen in so vielen unterschiedlichen Kulturen ... Das ist schon ... Ich muss sagen es ist mit das Schönste aber im Job, dass ich auf der ganzen Welt letztendlich nicht zuhause bin!
00:13:36: Und da hast du mir ja vorhin schon mal ein Beispiel genannt, wo die ganze Welt ist.
00:13:39: Du warst letzte Woche auf dem Konzert von ...
00:13:42: ah, Lenny Kravitz, ja!
00:13:43: In den Jahren des ersten Mal hat er das erste Mal Heringe gekauft und großartige Stücke waren auch in Museen stehen, in Sammlungen stehen.
00:13:54: Ich wusste nie, wo sie hingehen und dann kam eine Veröffentlichung In der ARD, in dem Jahr war es auf einem Titel drauf und ich dachte, da sind sie.
00:14:03: Viele Jahre später haben wir uns endlich persönlich getroffen, weil das sehr lustig ist.
00:14:08: Wir sind beide durch genauso lange im Dienst auf zwei Ebenen aber beide noch on the spot.
00:14:17: Wenn man brennt für seine Arbeit dann ist es egal ob man ... Sanger-Karamikdesign, was man immer macht.
00:14:26: Ich glaube das ist dieser Thrill den man hat und dieses auch was einen anregt weiterzumachen einfach weiter zu taufen nicht aufzuhören in Jobs wie unsern klar.
00:14:35: also ich sage immer wir sind geübt im Surfen.
00:14:39: Bordsteigente surfen weil mal dass der Obermesser dann hängst du wieder ganz weit unten und es ist nie.
00:14:45: da lässt sich nie eine Regelmäßigkeit oder auch so ne Gewohnheit abbilden, weil man von so vielen Faktoren abhängig ist.
00:14:53: Also da kannst du nur beweglich bleiben und auf mehreren Tanzbeinen schwingen, dass du weißt okay je nachdem wo es ist tarierig entsprechend aus.
00:15:04: Wie kam es denn dazu das du so stark in die Gastronomie gegangen bist?
00:15:10: Weil ich würde mal sagen Ich persönlich sehe das so.
00:15:16: Das wenn Köche diese Dinge von dir nutzen dürfen.
00:15:20: für sie ist das ja alles was Besonderes.
00:15:23: Ich kann ja nur als Gastronomen von meiner Richtung aussagen, es sind natürlich auch wenn man so einen Teller hat gibt's also verschiedene Ebenen die der Stadt finden.
00:15:32: erstmal kann der Koch sieht er sein Gericht da wirklich optimal dargestellt, konkurriert das mit dem Porzellan oder nicht?
00:15:40: Die Frage ist wir in der Gastronomie egal wie groß oder klein das Restaurant ist Wir haben ja viel Bruch Das geht ja kaputt und weiß ich nicht was.
00:15:49: War das eine Herausforderung für dich, damit im Kopf auch so ein bisschen zu dienen dass da viel passiert?
00:15:56: Dass es da verschiedene Ebenen gibt die der Stadt finden?
00:15:59: gab's da solche Schlüsselmoment?
00:16:01: Also ehrlich gesagt habe ich das Geschirr angefangen und nicht im geringsten an die Gastronomie gedacht weil für mich klar war das war die Zeit Anfang der zweitausender wo die Köche auch entsprechende Star-Cools Küche anders gesehen wurde und auch die Gastronomie anders gesehen.
00:16:19: Aber für mich war damals eigentlich hauptsächlich wichtig, wie kriege ich einen Manufakturgeschirr in des XXI.
00:16:24: Jahrhundert mit einer absoluten Litererkennbarkeit?
00:16:27: Und weil ich diese Biskuit-Oberflächen ... Für mich ist das pure Porzellan eine magieweise Erde zu haben!
00:16:35: und die auch nach einem hohen Brand von tausend vierhundert Grad in einer Härte hinzukriegen.
00:16:40: Die nächste Härte ist der Diamant, also die eine Oberfläche hat, die absolut lebensmitteltauglich ist.
00:16:47: Der kann rein-und raus und da haftet nichts dran, weder Gerüche noch sonst was.
00:16:51: Also ich komme eher von der Warte, hatte dann einen Nachbarn ... Unsere Kinder gingen immer zu meinen Kindergarten.
00:17:00: Thomas wird's damals bei Werf Kliko früher.
00:17:04: Und der sagte, was macht ihr eigentlich?
00:17:05: Müsste Awe entwickeln gerade ein Geschirr und dann hat er gesagt, das muss sind die Gastronomie.
00:17:10: Und ich sage echt, das können die nie bezahlen!
00:17:13: Wenn nicht perfektes Handwerk und die Exzellenz möchte, dann brauche ich Top-Mitarbeiter, die müssen damit sie überhaupt weiterlich machen können – so viel verdienen, damit sie ihr Leben davon bestreiten können.
00:17:25: Und ich habe die Energiekosten, ich hab all dieses und da hängt jetzt keine große Profit-Marge drauf.
00:17:29: Aber dein Betrieb muss sich ja wenigstens rechnen also deine tagtägliche Kosten und Vertriebskosten.
00:17:35: So und dann kommt ein Stück Preis raus der eher einer anderen Manufaktur wie wir die KPM heißen Nymphenburg.
00:17:43: Also eher diese Preisklasse.
00:17:45: das ist natürlich in der Gastronomie nicht wirklich angesagt diese Preisklassen.
00:17:48: Aber ich fand es interessant, weil er sagte, nein, du musst das zeigen.
00:17:51: Wir sind eine kleine Tour nach Nürnberg und haben unterschiedlichsten Leuten vorgestellt bevor wir auf die Messe.
00:17:56: Und war erstaunt über diese Feedbacks, die da kamen und dachte okay also ist schon ein Bedarf da und auch ne Sehnsucht nach was anderem so einen Desire ja?
00:18:08: Wir haben sie auf Messen vorgestellt in Paris, in Frankfurt und in New York Und es war unglaublich, die Leute sind nicht mehr vom Stand.
00:18:18: Die Agenten aus Spanien blieb stehen.
00:18:22: Ich gehe erst vom Stand, wenn ich die Agentur für das Geschöck kriege und der erste Koch, der ist in Spanier gekauft hat, war Sandi Santa Maria und hat daraufhin andere ... Wir waren in Chicago auf der Messe dann Thomas Keller, Charlie Trotter, Laurent Graf.
00:18:36: Und die ging alle wie nach dem Motto, es hat seinen Preis aber it's damn good!
00:18:41: Dadurch dass sich das was wir erschaffen haben auch von den Oberflächen her und wirklich der jahrzehntelangen, tollen Zusammenarbeit mit der Porzellammann-Verturin Reichenbach.
00:18:52: Und deren Machern dort haben wir das in eine Exzellenz getrieben.
00:18:59: von den Oberflächen von der Benutzbarkeit, von der Härte, dass wenn man das normal behandelt ewig hält.
00:19:07: Die Bruchrate ist ... tatsächlich sehr gering.
00:19:09: Wir haben am Anfang mit weite Ostmeer gerichtet und die meiste Bruch, da muss ich ehrlich sagen, da liegt es nicht am Geschirr.
00:19:16: Da liegt's tatsächlich an den entweder zu kleinen Spülküchen oder die Logistik, die versagt.
00:19:21: Wenn man das aber in Reihe bringt dann hat man da sein Leben lang.
00:19:25: also wir haben viele tolle voll ausgestattete Häuser, die sagen zwar okay das ist einmal ein Investment, aber ich habe so viele Jahre und ich hab aufgrund der Oberflächen dieses Art von Bausatzsystems wie es entworfen ist, kann ich so eigen damit umnehmen dass das immer und stetig neu bleibt für die Kundschaft.
00:19:45: Und dann kommt man zu dem Punkt was eigentlich diese Balance zwischen der Kulinarie die drin liegt und das Gefäß an sich der japanischen Ketzecki.
00:19:55: Und dieser es ist eigentlich unsere Auge mit.
00:19:59: und was beim Biskuit hinzukommt, das war eine interessante Erfahrung.
00:20:04: ich machte damals im Margaux in Berlin Michael Hoffmann großartige Küche und er brachte das an den Tisch und das war auch für mich muss ich sagen eine unter anderem auch Tim Raul die Restaurants die alle zu der Zeit in Berlin waren wo ich eigentlich erst den richtigen Einstieg in die Sterne Gastronomie bekommen habe und die Berührung damit.
00:20:27: Und Michael, der sagte also jetzt hab' ich auf deinen Arbeiten gekocht, jetzt zeige ich dir aber auch meine Kunst!
00:20:34: Das ist glaube ich das Spannendste, dass sich mit all den Spitzenköchen in der ganzen Welt alle wirklich freundschaftlich verbunden und wir pflegen einen Dialog Weil ich respektiere deren Arbeit und lass mich inspirieren von dem, wo Trenzchen gehen.
00:20:49: Umgekehrt entwickle ich Dinge, wo ich sage ... Ha!
00:20:54: Wenn du das anders darstellst, hat es noch einen viel höheren Wert.
00:20:57: Es ist so ein Dialog, den ich sehr schätze und der immer weitergeht.
00:21:01: Aber was dort passierte?
00:21:02: bei Michael an einem Abend?
00:21:05: Der hatte nicht so viele Teller im Einsatz und serviert er an einem Tisch für vier Personen.
00:21:10: Zwei hatten folglasierte Teller und zwei kamen mit dem Biskuit in Berührung.
00:21:14: Und die, die mit dem Biskuit im Beruhigung kamen, sie setzten sich aufrecht hin und nahmen diesen Teller in der Hand und streichelten ihn.
00:21:22: Und ich so dachte, ah, Wahnsinn!
00:21:25: Das hat sonst keiner gemacht – das macht sonst keiner, folglasierte Teller streichelt keiner.
00:21:29: Aber diese Haptik kommt und diese Sensibilität, diese Emotionen...und dann hat man… Du bist Interaktivität.
00:21:38: Und weil sich noch erstaunlich fand, dann Jahre später ein Versicherungsunternehmen, das da seine Jahresversammlung in dem Restaurant gemacht hat, vierzig Leute, die haben hinterher einen Brief geschrieben an das Restaurant und haben gesagt Danke für dieses einzigartige Essen.
00:21:52: aber unglaublicherweise haben sich die Menschen auf das Essen konzentriert und nicht auf die Dialoge über Arbeit und sonst was, weil alles stimmte!
00:22:01: Also die Tischkultur stimmte, die Kulinärik stimmten.
00:22:04: Deshalb all dieses Gesamtkunstwerk.
00:22:07: Damit kann man Menschen dann schon für diese Art von Kunst begeistern und sensibilisieren wenn du schön kuratierte Erlebnisse hast an so einem Abend.
00:22:16: das ist was was du mit nach Hause nimmst ja?
00:22:18: Und es hat einen Wert!
00:22:19: Ich bin zu einer Zeit an Star.
00:22:21: da war der Handel wollte eh keine neuen Lieferanten aufnehmen und für mich waren tatsächlich die Restaurants sie mit mir gearbeitet haben weltweit.
00:22:30: Das waren meine besten Showrooms am Ende.
00:22:32: Aber nicht Showroom, in dem Sinne ... Jeder konnte eigentlich für sich mit Zeit etwas widmen, wo man sagt, das passt oder finde ich gut?
00:22:41: Ganz spannend.
00:22:43: Spannende Zeiten sind immer noch spannend.
00:22:45: Ja
00:22:46: ja!
00:22:48: Kommt immer neue Länder dazu.
00:22:51: D.h.,
00:22:51: wo produziert ihr denn jetzt?
00:22:53: In Thüringen.
00:22:54: Wir produzieren das ganze Porzellaren in Thüringien und das Glas produzieren wir in Tschechien Und eine Serie, die andere Farbgläser haben beim Polen.
00:23:03: Mir ist ehrlich gesagt egal in welchem Land sie sitzen.
00:23:07: Aber dieses Können und diese Einzigeartigkeit, das ist das was mich triggert.
00:23:13: Und klar kann ich nicht alles selber machen und Gläser.
00:23:16: Ich habe nicht das Glasblasen gelernt, also suche ich mir die, die es beherrschen und die meine Entwürfe umsetzen können oder die mir dann im guten Ping-Pong vielleicht noch mehr Ideen geben oder bei manchen Dingen dann sagen okay, grinsendes Material ist erreicht usw.
00:23:32: Dadurch entsteht wieder neue Konzepte und eine neue
00:23:34: Denkrichtung.".
00:23:36: So machen wir da gerade weiter.
00:23:38: Wir arbeiten gerade an einem Papierprojekt in Japan und mit Papierschöpfern, also das geht immer eine Ebene weiter und Materialien kommen dazu.
00:23:52: und jetzt sind wir grade an einem Table as a Ritual für ein neues Projekt.
00:24:00: Für mich ist es eine Reise, die man angetreten hat, die immer weitergeht und auch in jeder Kultur anders bespielt werden kann.
00:24:08: Also wir sind viele in Asien unterwegs aber wir sind auch in den USA oder Europa.
00:24:13: Und trifft natürlich auch durch solche Begegnungen andere Handwerker mit Handwärtskünsten, die einen sehr begeistern wollen.
00:24:21: Wer das was?
00:24:21: Könnte dann Dialog schaffen dass man über die Grenzen hinweg arbeitet und Dinge miteinander bekannt macht weil ... immer noch nicht so mal aktiv im Vertrieb gelandet, die exzellente Handwerkskunst.
00:24:36: Damit auch die Handwerker alle am Ende davon leben können.
00:24:38: Weil wir sagen immer, wir leben von Aufträgen und wir leben nicht von Spenden.
00:24:42: Und das ist etwas, was ich bis heute immer noch noch nicht durchgesetzt habe.
00:24:45: Man möchte immer das feinste vom feinsten, das beste vom Westerbenen aber es nicht bereit dafür dann die entsprechende Tale auf den Tisch zu legen.
00:24:53: Das braucht vielleicht nicht so vieles, aber man sollte sich dann das Gute leisten oder das Stück für Stück, dann hat man noch länger was.
00:25:01: Die Maschine kann schon viel und KI-bisch unterstützt bestimmt auch im Werkzeugbau und in allem, was man so für Traumvorstellungen hat aber in der Keramik ist es schönste Ende muss es tatsächlich den Mensch machen und der Ofen des Feuer entscheidet und nicht die KI.
00:25:17: Somit bleiben wir noch authentisch!
00:25:19: Wie viele Menschen, wie viele Mitarbeiter und Mitarbeiterin sind denn an diesem Prozess erteidigt?
00:25:24: Dass ich dann zum Beispiel ... Ich hab gesehen oben im KDW eine Abteilung.
00:25:28: Hast du ja auch was stehen, damit dich da was einkaufen
00:25:31: kann.".
00:25:32: Also
00:25:32: in der Produktion in Thüringen, das sind grade so um die zwischen zwanzig, fünfzwanzig am Werk.
00:25:37: Wir selber haben gerade aktuell zwölf Mitarbeiter.
00:25:42: Und dann haben wir aber noch ... Agenten im Ausland sitzen, die für uns sozusagen tätig sind.
00:25:48: Aber nicht nur uns alleinig vertreten sondern natürlich auch andere.
00:25:51: und ja das braucht schon ein bisschen dieses Komplex.
00:25:55: also wenn man sowas startet und es hätte ich mir ehrlich gesagt hätte man mir das in zwei neunzig gesagt Ich glaube jetzt nicht angefangen.
00:26:03: Aber man startet als kreativer Mensch und klar lernt man in seiner Meisterprüfung, wie man eine Buchhaltung macht.
00:26:10: Und was zum Verkaufen dazugehört.
00:26:13: aber man sieht dann auch wie im Laufe der Zeit eigentlich die kreative Arbeit immer mehr zurückgedrängt wird weil du beschäftigt bist mit Vertrieb, mit Logistik, mit Psychologie sobald deine Mitarbeiter dazu kriegst, Und alles hast du ja eigentlich nicht wirklich gelernt.
00:26:31: Entweder holt man sich dann Top-Leute dazu, das kann man sich aber meistens nicht leisten.
00:26:36: Also bildet man die aus und es ist manchmal so ein bisschen Teufelskreis, aber da muss man sich halt ausarbeiten.
00:26:43: Wenn man auf so einer Level arbeitet wie wir das tun und auch kompromisslos, bleibt ihr immer nur eine gewisse Schicht in der Gesellschaft Die, für die das überhaupt in Frage kommt und leistbar ist.
00:26:58: Das ist zwar auch nicht immer das was man sich so wünscht aber auf der anderen Seite muss ich sagen also hochkarätiges Handwerk hat über Jahrhunderte immer nur so überlebt weil es Menschen die sich leisten konnten Dinge in Auftrag gegeben haben besondere Stücke die maßgeschneidert wurden die einzigartigkeiten seigten das sozusagen damit am Leben zu halten.
00:27:24: Und wir sehen natürlich heute in Ländern wie Japan, die für einhundert angewandte Handwerke lebende Staatsschätze auszeichnen, wo du im Jahr, ich glaub es sind's, dreißigfünf, dreissigtausend Euro bekommst und aber du bist Ansprechpartner für jeden der Interesse hat deine Kunst zu lernen um die weiterzugeben an den nächsten Generationen.
00:27:46: so was gibt's denn?
00:27:47: Frankreich mit Mithedat auch.
00:27:49: Das ist immer das, wo ich sage, so eine Art von Wertschätzung brauchen wir eigentlich in unserem Land auch.
00:27:53: Es kostet nicht viel Geld aber es gibt einen Ansporn tatsächlich nicht beim ersten bisschen aufzuhören sondern sich dahin zu bringen dass eine Arbeit entsteht die so wertvoll ist dass sie weiter weiter lebt und weiter weitergegeben wird weil sonst wie wir momentan unterwegs sind klar jeder weißes Produktion in Europa ist nicht wirklich zukunftsrechtlich oder mit gewissen Dingen verbunden.
00:28:22: und die anderen, das geht alles, rutscht alles über sie.
00:28:25: Das sind schon Herausforderungen, die man da gestellt hat.
00:28:28: aber da muss ich sagen aufgrund dieser Kompromisslosigkeit, wo ich sage ne, dass es die Marke, die ich baue, die ganze Visualisierung was wir eigentlich tun auch ständig dieses kommunizieren Mit welchen Handwerk kann wer arbeiten?
00:28:42: Die völlige Transparenz also Da kann man in alles reingeben, da gibt es kein Fake.
00:28:47: Das ist glaube ich das was uns heute auch dahin gepusht hat dass wir solche Preisteigerungen wie Covid und Ukraine-Krise überleben weil das Vertrauen in das Produkt, in die Marke und diese Beständigkeit da ist.
00:29:01: Wie weit man das noch ausreizen kann?
00:29:03: Da mache ich auch ein Fragezeichen dran.
00:29:04: aber es ist immerhin jetzt über viele Jahre konsequente Arbeit.
00:29:09: doch am Ende, wo man sagt, okay, das verschafft ja auch das Überleben in solchen Zeiten.
00:29:14: Ah, Covid-schwerige Situationen?
00:29:16: Ja klar!
00:29:18: Also bei Covid muss ich sagen ... Ich hab so viele Businesspläne in meinem ganzen Leben noch nicht geschrieben und es ist nicht meine Leidenschaft.
00:29:24: Und mein ging vom Worst Case, Middle Case, Best Case aus und hat sich angedockt an die Zahlen der Tourismusindustrie und der Gastronomie zu der Zeit.
00:29:36: Wir kamen alle besser daraus als wir dachten Aber was sonst tatsächlich ein Dämpfer verpasste, waren die enormen Energiekosten.
00:29:42: Und unser Produkt ist natürlich Lohnkosten intensiv und energieintensiv – das ist schon eine Herausforderung!
00:29:53: Also weil du tatsächlich Dinge, die du früher in der Kalkulation hattest, die haben keine Rolle gespielt wie eine Gipsform oder so.
00:30:01: heute spielt es eine immense Rolle, weil die Energie, die benötigt wird um dieses Material zu erschaffen oder auch wieder in das Recycling zu nehmen ist plötzlich signifikant mit einer Nummergasche, mit deiner Zahl dastehend und das hat den Teuerungsraten von hundert bis dreihundert Prozent gebaut.
00:30:18: Und dann rutscht man natürlich schon in der Ebene rein.
00:30:21: aber ich muss sagen also ehrlich gesagt Ich sehe unsere Arbeit Wir sind nicht Premium wir sind tatsächlich im Luxusbereich tätig Aber nicht das Luxus als dieses mal mal falsch Verstehende oder ins negative Zehnte sondern Es ist tatsächlich, wir leisten uns das.
00:30:40: Dass wir mit Handwerkern Menschen arbeiten kompromisslos und ein Produkt erschaffen, dass man einfach nicht superkostenreduziert optimiert rausbringen kann sondern wir gehen für die Sache raus.
00:30:54: Und jedes Stück des bei uns neu raus kommt muss auch all dem standhalten, dass ich weiß okay Das hat mindestens in zehn bis zwanzig Jahre Zyklus bin ich sogar mehr.
00:31:04: Nur dann ist es auch etwas, was sich rechnet und bestand hat.
00:31:08: Und die Leute drauf anspringen.
00:31:10: Gratis ist schön wie sie in einer Entwicklung von fünf oder sechs neuen Formen.
00:31:17: Die Lust der Kundschaft wieder weiterzumachen und neues Chapter neu so kann man's auch mal... sehr erfrischend zu sehen, wenn man sich was Neues ausdenkt.
00:31:30: Dass die Leute mitgehen und sie sind auch klar, die geben konstruktive Kritik ab, die man mit einfließen lassen kann.
00:31:36: Und manchmal muss man dem aber auch standhalten und sagen nee seh ich anders so muss es sein.
00:31:42: Man darf auch nicht zu viele Menschen mitreden lassen sondern tatsächlich.
00:31:46: Manchmal muss man dir ja schnell zumachen und sich nur auf sich selber konzentrieren Ja, das macht da eben das Besondere auch aus.
00:31:53: Also besondere Menschen wie dich die so kreativ sind.
00:31:57: wenn das einfach wäre und man das beeinflussbar sein sollte dann würden ja alle irgendwie kreative sein.
00:32:03: aber da hat man nicht dieses besonderes.
00:32:06: ich glaube es gibt immer diese eine Begabung die man hat und ich finde ist ganz toll dass du den Weg so straight gegangen bist und dich hast einfach so wie ich das jetzt höre so gar nicht abbringen lassen sondern wirklich Wenn du auch hier sitzt mit dieser Ruhe und dieser Klarheit, ich bewundere das.
00:32:24: Mein
00:32:24: Partner sagt, warum habe ich noch nicht das große Geld gemacht?
00:32:28: Du bist einfach zu Produktfokussiert!
00:32:30: Ich sage ja, das stimmt.
00:32:33: Ich mag einfach schöne Dinge um mich, ob das nun die Mode ... alles was Assists war, dass auch das was auf dem Tisch steht... Ich wollte da nie Kompromisse machen.
00:32:45: Ich dachte mir, ich lebe nur einmal.
00:32:47: Das ist genauso wie ein guter Champagner.
00:32:50: Ja, warum soll ich einen schlechten trinken?
00:32:52: Also weiß nicht was mir im Morgen passiert!
00:32:54: Aber es hat tatsächlich etwas mit dieser Wertschätzung zu tun und... Je nachdem wie man aufgewachsen ist und was man da so mitbekommt.
00:33:02: Und bei mir war es viel durch das Großwerden in meiner Großmutter, die waren der Gärtnerei tätig und meine Onkel tanten.
00:33:10: und mein Großvater hat eine kleine Landwirtschaft.
00:33:12: Der andere Name für den war dass die Work-Life Balance nach dem Job bei Daimler seinen Obst.
00:33:19: Ob's Bauerleidenschaft zu pflegen.
00:33:21: Und wenn du dann siehst, wie viel Mühe es bedarf und wie viel Arbeit um eine Erdbeere oder all diese Sachen so geschmackvoll auf den Tisch zu bringen ... Das ist schon was ... Ich glaub das bringt diesen Respekt mit her.
00:33:38: Das kann doch jetzt nicht einfach auf irgendwas Bananen liegen.
00:33:41: Das war da mein Anspruch, sagen okay, da hab ich ein bisschen andere Sichtweise Und ich glaub, dass das was mich heute auch antreibt weiterzugehen und den nächsten Schritt zu gehen.
00:33:54: Es ist ... Man sieht sich an viel im Satz und für mich ist tatsächlich sozusagen wieder diesen Blick zu schärfen für den Gast, für den Benutzer, dem Blick zu Schärfen, für Details, für Qualität, Haptik.
00:34:10: Weil am Ende geht's tatsächlich um dich selber.
00:34:13: also wie fühlst du dich wohl dabei?
00:34:15: Findest du es glasser oder nicht?
00:34:17: Dann ist man Wie du würdest jetzt Gastronomie, nicht Gastronomie.
00:34:21: Bei uns ist es Fifty-Fifty also ein Teil des ... für uns die Prozent geht's in die Gastronomy und die andere ist tatsächlich im Private Bereich wobei man auch da sagen muss sind wir mehr im repräsentativen Bereich tätig?
00:34:34: das sind die Private Chefs halt zu Hause aber gekocht wird immer gut drauf.
00:34:39: Und ja, die Pasta schmeckt auch draus.
00:34:45: So wichtig als Mensch oder Frau hier erlebe Du bist sehr zielstrebig und du lebst dafür, deine Idee umzusetzen.
00:34:57: So Menschen wie du... Und ich würde mich jetzt mal mit dazu wie ich die da auch sehr direkt nach vorne gehen und auch wissen was sie wollen.
00:35:07: Die strahlen das ja auch aus.
00:35:09: Hast du in der ganzen Zeit deiner Selbstständigkeit unternehmerinnen auch Situationen erlebt wo du jetzt zurückwürdig sagen würdest?
00:35:19: Nee, das jetzt passiert wäre, wenn ich ein Mann wäre.
00:35:22: Oder hattest du mal diese Situation wo jemand vielleicht auch in Frage gestellt hat?
00:35:28: Ist die Unternehmerin ... ist es ihr Unternehmen?
00:35:30: Also irgendwie sowas, wo du dich unwohl gefühlt hast?
00:35:33: Ehrlich gesagt nein!
00:35:35: Es mir nicht passiert.
00:35:36: aber ich hab natürlich auch einen anderen Standing mit dem was ich tue da.
00:35:41: und Gut, ich hab jetzt noch nicht so viel Erfahrung gemacht im Mittel-East.
00:35:45: Da war ich selber noch nicht reisend.
00:35:47: Das haben bislang andere meistens tatsächlich Männer für mich übernommen, weil es da andere Kulturen sind.
00:35:51: Aber die Kunden der Frauenpalast in Katar hat man von Frau zu Frau geregelt – das geht auch!
00:36:03: Aber nee, ich muss sagen, dass ist mir so nicht begegnet... Ich find's nur manchmal erstaunlich.
00:36:09: Mir begegnet es dann eher Frauen im Design und die öffentliche Wahrnehmung dazu?
00:36:15: Also, ich glaub' ich ist sechszig Jahre in Salon-Nemobilien gefeiert wurde und die Designer des Landes ... In den Teiln des Landes waren nur Männer keine einzige Frau.
00:36:24: Wo sein wir?
00:36:25: das darf nicht passieren!
00:36:27: Wir haben großartige Designerinnen und sowas gehört dann mit von dran genauso wie bei den Köchenen.
00:36:34: Aber ich glaube, es ... in kreativen Berufen ist das noch mal eine andere Ansage.
00:36:40: Weil du tatsächlich dich ja mit durch deine Arbeit darstellst und das macht's einem bestimmt leichter.
00:36:46: Und man kann anders fordern als ich.
00:36:49: Ich glaub natürlich, wenn Du als Macher entsprechend auftritts, ähm, ist mir eigentlich eher das begegnet.
00:36:56: Und heute sag ich jetzt, ich bin jetzt neunundfünfzig!
00:36:59: Ja?
00:36:59: Ich mag das gar nicht so meinen ... Mein Alter eigentlich fühl mich ganz anders.
00:37:06: Aber das Schönste ist, wenn du mit dem Kühnenschäft in der Kühe unterhälst und einen neuen Ding knobelst und virtuos im Dialog bist, dann ist egal ob du eine Frau bist oder wie alt du bist.
00:37:21: Das spielt alles keine Rolle mehr und davon muss man sich befreien.
00:37:25: Es geht tatsächlich ums Können, ums Wissen ... aktive Mitmachen, Leidenschaft.
00:37:33: Ja also all dieses ich glaub dann kann man das andere aushäbeln und dann ist es den Respekt dem man sich gegenseitig wieder bringt Und ich glaube damit kommen wir alle weiter.
00:37:43: Klar gibt's in großen Unternehmen ist die Frauenquote immer noch nicht ausreichend.
00:37:49: Das sind andere Themen.
00:37:51: Aber jetzt im kreativen Beruf, wo du mit einem Signature rausgehst.
00:37:56: Ich glaube hat man – egal ob man oder Frau eine gewisse Kompetenz macht ist das falsche Wort aber ein Standing da wird man respektiert hoffe ich mal!
00:38:10: Gehst du privat in Berlin essen?
00:38:12: Auch in Restaurants, wo deine wunderschönen Kreationen
00:38:15: nicht sind.
00:38:16: Ja klar, lang klar!
00:38:17: Hast du generell, wo gehst du gerne in Berlin Essen?
00:38:21: Also es ist schön, dass gerade meine Tochter, die lebt wieder in Berlin, ist um zwanzig und wir gehen immer wieder was Neues austesten Und immer mal wieder den vietnamesischen Street Food oder der neue Laden, das neue Art von Bistro.
00:38:38: Oder klar geht man dann auch in fünf und zwanzig Jahre, feiert man mit dem Facil?
00:38:43: Oder man geht mit Daniel Calvair ins Stoke weil die kennen sich aus Hongkong!
00:38:47: Und also das ist lively.
00:38:50: Schade ist es dass dieses Jahr nicht genügend Tage hat um das irgendwie zu spielen.
00:38:55: Ich müsste viel mehr auch in Deutschland unterwegs sein aber ... Wir nehmen es uns dann immer wieder vor.
00:39:00: Ich war im Dial-Design bei Daniel Chemkowitsch und da beeindruckte er, dass er jetzt drei Sterne kriegt!
00:39:06: Und das Schöne ist auch wenn man sich noch nie gesehen hat mit den Köchen... Also entsteht sofort eine Bindung und das matcht immer erst.
00:39:14: Das ist genau das was ich liebe.
00:39:15: Man trifft sich auf einer Augehöhe also jeder hat etwas zu bieten und jeder in seiner Art hat eine Begabung und kann was zeigen.
00:39:25: und das zusammen ... Ja, das ist schon was anderes als wenn du jetzt nur irgendeine Marke repräsentierst.
00:39:34: Also gib es ja doch ein Stück weit deiner selbst darüber und man öffnet sich da auch mit all dem, was man da jetzt rausschiebt.
00:39:42: Warum muss der Kritikstand halten?
00:39:44: Und meine Vertriebsleute sind manchmal nicht sehr freundlich!
00:39:51: Gibtes Umfass... zurück.
00:39:54: denkst du in den letzten vielleicht im letzten Jahr wo du so einen Moment hattest.
00:39:59: Du hast ein Teller von dir gesehen mit einem Gericht, wo du gesagt hast ja das ist die perfekte Symbiose.
00:40:05: Das
00:40:06: ist zu viele!
00:40:08: Ich
00:40:09: freue mich immer wenn die Bilder schicken oder wenn Max mein Ad-Direktor dir bei Social Media, bei Instagram und gesagt guck mal hier und da.
00:40:16: Da ist ich wow!
00:40:18: Das in Kyoto oder das in Korea?
00:40:24: Oder die Bilder kommen aus hey by the way sitz grad im Easternen Orientlingspress.
00:40:28: was is das denn?
00:40:30: Also das ist schon erfrischend und es sind wo du dann zum nächsten hast ganz schön viele Fans da draußen weil manche schicken dir was wo du gar nicht weißt dass der Laden deine Ware hat.
00:40:41: Es ist schon nett, es gibt einem sehr herrliche Momente.
00:40:47: Schön!
00:40:49: Das muss richtig schön sein.
00:40:50: Ich stelle mir das auch wirklich... Wenn man so eine Wertschätzung als Künstlerin dann wieder zurückbekommt und man so geschätzt wird und man das auch spürt, ich glaube da hat man alles richtig gemacht.
00:41:02: Alles
00:41:02: schon befriedigend ja?
00:41:05: Aber ich muss sagen, ich habe mir bestimmt nicht das einfachste Handwerk ausgesucht aber Ich glaube, weil in vielen kreativen Berufen ist es so.
00:41:13: Und ich muss aber auch sagen, ich habe immer tolle Menschen um mich rum gehabt also die ja auch supporten oder mitdenken und einen auch vorantreiben und sagen komm weiterlaufen!
00:41:25: Weiter, weiter, nicht dir die Steine in den Weg liegen, weil... ...ich glaube all wir Kreativen können gut Hürden laufen Wir sind da gut drin.
00:41:34: Aber es ist viel schöner wenn Menschen hinter dir stehen und sagen Komm, die schaffen wir Du schaffst mal alleine oder ich leg sie dir flach.
00:41:42: Die Hürde, ja?
00:41:44: Da musst du nicht drüber ... da kannst du bequem drüber
00:41:46: gehen.".
00:41:47: Also das ist schon was, wo ich sagen muss, dass in meinem Leben auch sehr viele tolle Menschen begegnet, denen ich viel zu verdanken hab und wo man glaube ich so ich etwas geben konnte und sie mir etwas geben können.
00:42:01: Und das glaubt es ... Ja, das machtes Leben schon.
00:42:05: Demenswert auch in den Bereichen Sowohl Frauen als Männer, die da supportive sind.
00:42:11: Das ist schon toll!
00:42:12: Das was ich da tue... Es ist schon irre.
00:42:15: Ehrlich freigesprochen.
00:42:19: Da muss man viel selbst vertrauen haben, dass man das durchhält.
00:42:22: aber jedes Mal wenn ich wieder unterwegs bin und wir neue Kundschaft bekommen, das freut einen dann und es beflügelt wieder.
00:42:31: und es gibt so Dinge wo du dann unternehmerisch sagen musst okay ich kann nur Mit dem Anspruch, den ich habe kann ich nur den und den Umsatz erreichen.
00:42:41: Und auf das muss ich dann halt mein ganzes anderes
00:42:43: abstimmen.".
00:42:44: Das sind auch so Erkenntnisse.
00:42:45: also mir geht es nicht immer nur um höher schöner größer weiter.
00:42:48: für mich geht's tatsächlich darum ist zu erhalten und jetzt zu gucken wo geht die Reise hin?
00:42:53: Also bei uns ist tatsächlich klar was passiert in zehn Jahren.
00:43:00: Dann bin ich sehr gespannt auf deine weitere Reise.
00:43:03: Ich glaube, wir werden alle ... Alle auf Insta dich verfolgen und wünschen dir das Allerbeste.
00:43:10: Ich bin total inspiriert von unserem Gespräch.
00:43:12: Vielen Dank,
00:43:13: dass du heute da warst.
00:43:15: Danke für
00:43:16: die Einladung!
00:43:16: Herzlichen
00:43:17: Glückwunsch!
00:43:18: Das war ein Herzenwunsch von mir.
00:43:23: Und ich danke euch allen, dass ihr euch die Zeit genommen habt und uns zugehört habt bei diesem wunderschönen leichten Gespräch!
00:43:30: Ich nehme sehr viel Inspiration mit dieses Denken an sich selber zu glauben und das dann einfach auch durchzuziehen und sich nicht immer von allen Seiten belatschern lassen.
00:43:40: sage jetzt mal so auf Berlinerisch Vielen Dank für deine klaren Worte.
00:43:44: Ich hab das ja geschätzt!
00:43:46: Und ich glaube, damit bist du auch große Inspirationen für viele die das dann jetzt hören einfach auch mal wirklich auf sich selber zu hören.
00:43:54: Ich bewundere dich.
00:43:55: vielen dank für deinen
00:43:56: Besuch und
00:43:57: euch noch einen schönen Tag.
00:43:58: Danke sehr.
00:44:09: Tschüss.